Nach Shitstorm gegen Traditionslokal

Söder schaltet sich in Hofbräukeller-Streit ein

Finanzminister Markus Söder, Hofbräukeller-Wirt Ricky Steinberg.

München - Der Streit zwischen dem Hofbräukeller-Wirt Ricky Steinberg und Münchner Studentenverbindungen war zuletzt wieder etwas abgeflacht. Doch jetzt schaltet sich Finanzminister Markus Söder (CSU) in die Diskussion ein.

Update: Hofbräukeller-Wirt Ricky Steinberg hat auf Nachfrage dementiert, dass sie Markus Söder bei ihm gemeldet habe. Es habe kein Gespräch stattgefunden.

Im Streit zwischen dem Wirt des Hofbräukeller, Ricky Steinberg, und Münchner Stundentenverbindungen hat sich nun auch Finanz- und Heimatminister Markus Söder geäußert. In der Bild-Zeitung plädierte Söder dafür, nicht alle Studentenverbindungen über einen Kamm zu scheren: "Es gibt viele großartige Studentenverbindungen, die man nicht einfach pauschal aus dem Hofbräukeller ausschließen kann", sagte Söder. Die Facebook-Seite des Lokals war mit schlechten Bewertungen überschüttet worden

Der Hintergrund: Steinberg wollte keine Verbindungen mehr für geschlossene Veranstaltungen reservieren lassen. Eine der Gruppen hatte bei ihm die verpönte erste Strophe des Deutschlandliedes gesungen.

Zuletzt hatten sich die Wogen zwischen dem Wirt und Shitstorm-Initiator Jakob Schmidkonz von der Alemannia wieder geglättet. "Es war nicht geplant, gleich so einen heftigen Protest auszulösen", so Schmidkonz.

Offenbar war Söder daran nicht ganz unbeteiligt. Wie die Bild berichtet, soll der Franke, der selbst Mitglied einer nicht schlagenden Studentenverbindung in Nürnberg ist, den Hofbäukeller-Wirt darum gebeten haben, den Total-Bann zurückzunehmen. Schließlich müsse man differenzieren. Daraufhin haben sich der Hofbräukeller-Wirt und Alemannia zu einem Friedensgespräch verabredet.

rat

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