Autofahrer versucht, Polizisten in Washington zu überfahren

Autofahrer versucht, Polizisten in Washington zu überfahren

Da braut sich was zusammen

Unionsbräu: Stadt verhandelt mit neuem Pächter

+
Die Fassade des ­Unionsbräu an der ­Einsteinstraße.

München - Vor zwei Jahren hat Wiesn-Wirt Wiggerl Hagn (74) sein Unionsbräu dichtgemacht – seitdem ist die einst so ruhmreiche Traditionswirtschaft in der Einsteinstraße (Haidhausen) verwaist.

Doch jetzt soll neues Leben einziehen: Die Stadt verhandelt mit einem neuen Pächter für das Lokal im Erdgeschoss! Um den ersten Stock gibt es Streit: Dort sollen entweder Vereine Veranstaltungsräume bekommen oder eine Kita einziehen. Da braut sich was zusammen!

Die Frage beschäftigt die höchsten Kreise der Stadt: Kommende Woche steht im Kommunalreferat die turnusgemäße Besprechung der Spitzen aus Verwaltung, Fraktionen sowie Vertretern von Bürgermeister und OB an. Thema unter anderem: Was wird aus dem Unionsbräu? Der Bau gehört der städtischen Wohnungsgesellschaft GWG, die nach Angaben des Kommunalreferats mit einem Münchner Wirt als Nachfolger von Wiggerl Hagn verhandelt. Das Unionsbräu war einmal eine der größten Münchner Brauereien – zuletzt galt die Wirtschaft mit den Kesseln im Keller nur noch als zu groß und zu unrentabel. Noch ist mit dem Nachfolger nichts spruchreif, Namen werden nicht verraten.

Noch offen ist, was künftig mit dem ersten Stock geschieht: Der örtliche Bezirksauschuss will, dass die Haidhauser Vereine die Räume nutzen. Die Rathaus-Grünen fordern, dass die Eltern-Kind-Initiaive Kinderinsel dorthin umziehen kann. Denn die Kita mit 33 Kindern sucht eine neue Bleibe, weil ihr jetziger Standort auf dem Pfanni-Gelände am Ostbahnhof ab kommendem Jahr mit Wohnungen überplant wird. Der erste Vorstand, Sandra Hédiard, sagt: „Wir haben Brandbriefe an die Stadt geschrieben und unsere Notlage geschildert. Bislang war nur das Bildungsreferat gesprächsbereit, aber nicht das Kommunalreferat.“ Am Ende könnten beide leer ausgehen. Denn auf Nachfrage der tz gibt sich die Immobilienbehörde zweideutig: „In beiderseitigem Einvernehmen soll der künftige Pächter die Räumlichkeiten für bürgerschaftliche Nutzungen im Rahmen des Gastronomiebetriebs zur Verfügung stellen.“

David Costanzo

 

Sie haben gewählt: Die Lieblings-Biermarken der Münchner

Sie haben gewählt: Die Lieblings-Biermarken der Münchner

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Was denken Sie über diesen Artikel?

Kommentare