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Dialogdisplays fehlen

Wann hört das auf? Auf der Rosenheimer Straße wird weiter gerast

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Vier Dialogdisplays sollen bald montiert werden. 

Für den Verkehrsversuch auf der Rosenheimer Straße sind Nachbesserungen gefordert worden. In der Straße halte kaum ein Autofahrer das Tempolimit. Warum?

München - Für den Verkehrsversuch auf der Rosenheimer Straße sind Nachbesserungen gefordert worden. In der Straße halte kaum ein Autofahrer das Tempolimit von 30 Kilometer pro Stunde ein, berichteten Bürger bei der Bürgerversammlung in Haidhausen. Die Strecke bleibe für Radler gefährlich.

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Der Verkehrsversuch auf Rosenheimer Straße und Orleansstraße hatte im November begonnen. An einigen Stellen gilt nun Tempo 30, an anderen wurden Radwege auffälliger markiert. Außerdem sollten Anfang des Jahres Dialogdisplays die Geschwindigkeit messen und den Autofahrern direkt anzeigen, wie schnell sie unterwegs sind. Doch die Displays stehen noch nicht. Daran entzündet sich nun ein Streit um den Verkehrsversuch. Ohne die Dialogdisplays sei der Versuch nicht aussagekräftig, argumentieren Bürger und Bezirksausschuss. Deswegen müsse der Versuch pausieren.

Displays sollen bald installiert werden

Das Kreisverwaltungsreferat (KVR) versicherte daraufhin, dass die Displays in den kommenden zwei Wochen installiert würden. Außerdem werde der Versuch noch bis November laufen und es deswegen genügend Zeit geben. Insgesamt werde das KVR vier Displays auf der Rosenheimer Straße aufstellen, berichtet KVR-Pressesprecher Johannes Mayer und bestätigt das Versprechen während der Bürgerversammlung. Zu den Kosten könne er sich wegen eines laufenden Vergabeverfahrens aber nicht äußern. Erstaunlich, sollen die Kästen doch binnen der nächsten Tage bereits hängen.

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Die Displays werden bald durch ein lachendes oder trauriges Gesicht Autofahrern direkt anzeigen, ob sie zu schnell unterwegs sind. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) bezweifelt aber, dass die Maßnahme ohne eine direkte Überwachung nutzt. Der Club hat eigene Messungen an der Straße durchgeführt und festgestellt, dass etwa ein Drittel der Autofahrer schneller als 40 Stundenkilometer fahren. Sicherer fühlten sich Fahrradfahrer trotz des Tempolimits deswegen nicht, hieß es.

Kommt als nächstes der feste Blitzer?

Einigen Bürgern sind die bisherigen Veränderungen der Rosenheimer Straße ebenfalls nicht genug. Sie forderten neben den Dialogdisplays einen festen Blitzer und Bodenschwellen, die sicherstellen sollen, dass Autofahrer sich an das Tempolimit halten. Ein Vertreter des KVR sagte bei der Bürgerversammlung aber deutlich: Beide Vorschläge sind nicht möglich. Blitzer erlaube das Bayerische Innenministerium nur für die Polizei an Unfallschwerpunkten. Bodenschwellen seien als Verkehrshindernis sogar gefährlich. Fahre ein Krankenwagen im Einsatz mit einem Verletzten an Bord schnell über eine solche Schwelle, könne das für den Patienten womöglich sogar lebensgefährlich sein.

Der Verkehrsversuch wird durch das Referat für Stadtplanung und Bauordnung durchgeführt, das dem Stadtrat zum Ende des Probebetriebes Bericht erstatten wird. Dann muss sich der Stadtrat erneut mit den Maßnahmen auf der Rosenheimer Straße befassen. 

Tarek Barkouni

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