Umbaupläne

Architekten stellen vor: So soll der Wiener Platz aussehen

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Die Marktstandl am Wiener Platz: Sie werden nach der Sanierung kaum größer.

Das Rätselraten hat ein Ende: Am Dienstag haben die Stadt und das beauftragte Architekturbüro Bogevisch die Machbarkeitsstudie für die Sanierung des Marktes am Wiener Platz vorgestellt.

München - Spektakulär werden die Verbesserungen beim kleinsten der derzeitigen Münchner Marktprojekte nicht sein – eine Folge der Sanierung im Bestand. „So gut wie es eben im Bestand möglich ist“, werde der Umbau vonstatten gehen, sagt denn auch Architekt Julius Klaffke. 

Die Händler wollte mehr Platz, doch woher nehmen

Das heißt, dass etwa dem Wunsch der neun Händler nach mehr Platz nicht Rechnung getragen werden kann: Sie wünschten sich 77 Prozent mehr Fläche. 44 Prozent mehr hätte es von der Stadt gegeben – doch nur, wenn die Stände abgerissen und neu gebaut worden wären. Das hatten Händler, Kunden und schließlich auch Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) aber abgelehnt. Nun wird die Sanierung wohl 17 Prozent mehr Fläche bringen – 204 statt 174 Quadratmeter. Klaffke: „Im wesentlichen wird sich das im Bereich Müll und Sanitär bemerkbar machen, in der Verkaufs- und Lagerfläche kaum.“ 

Toiletten muss es künftig geben

Die Händler nehmen es notgedrungen hin. „Klar wollten wir mehr Raum, aber woher soll man den Platz nehmen?“, sagt etwa Rita Keller vom Blumenhäusl. Entscheidend sei, dass die Standl nicht abgerissen werden. „Wichtiger ist, dass sich beim Thema Müll und Toiletten etwas ändern.“ Immerhin je zwei Toiletten sollen es künftig laut Studie geben. Für Kunden sind erstmals auch öffentliche Toiletten inklusive Behinderten-WC geplant. „Die Müllflächen werden nicht viel größer“, sagt Architekt Klaffke. Vorgesehen ist aber eine sachgerechte Mülltrennung. „Und wir schlagen vor, den Turnus für die Müllabholung auf drei Mal die Woche zu erhöhen.“

Verdichtung nach innen

Die zusätzlichen Flächen werden nur innerhalb des Standl-Ensembles sichtbar sein, eine „Verdichtung nach innen“ nennen das die Planer. Von außen werden die Änderungen kaum zu erkennen sein, Wände und Fassaden bleiben weitestgehend erhalten. Eine wesentliche Änderung: Die zwei Standl, die außerhalb des Ensembles alleine dastehen, werden wohl zu einem neuen Pavillon zusammengefasst – hier kommt ein Gemüsestand rein. 

Erst 2019 beginnt die Sanierung - frühestens 

„Allerfrühestens“ 2019 könne die Sanierung beginnen, sagt Kommunalreferent Axel Markwardt (SPD). Falls die Container erst aufgebaut werden können, wenn diese am Elisabethmarkt nicht mehr benötigt werden, wird es 2022 werden. „Aber wir lassen prüfen, ob wir nicht für den Wiener Platz extra Container anschaffen können – wir würden gerne früher anfangen.“ Die Mängel seien so gravierend, dass der Betrieb nur in Form von Interimslösungen aufrechterhalten werden könne. Für die Händler heißt das, dass je zwei von ihnen für etwa acht Monate in einem Container verkaufen müssen. Insgesamt werde die Sanierung etwa zwei Jahre dauern.

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