Zentrumsnah wohnen mit Tradition

München Au

Deutsches Museum
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Das Deutsche Museum ist eine Sehenswürdigkeit im Münchner Stadtteil Au

Im Stadtteil Au genießen die Bewohner eine hohe Lebensqualität. Interessante Hintergründe zu Lage, Geschichte und Besonderheiten des Wohnviertels im Herzen von München.

München – Im Stadtteil Au befand sich von 1983 bis 2008 der berühmte Schreibwarenladen von Georg „Katsche“ Schwarzenbeck. Nach Beendigung seiner Karriere stand der Fußballweltmeister von 1974 selbst im Laden und war ein echtes Münchner Original. Unser brandneuer München-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alles, was in der Isar-Metropole passiert.

Au – Lage und Einwohnerzahlen des Stadtteils

Die Au liegt in der südlichen Stadtmitte von München. Im Westen begrenzen die zum Stadtteil Isarvorstadt gehörenden Flussauen der Isar den Stadtteil. Im Osten grenzt die Au an den Ostbahnhof, im Norden sind es die Balan-, Rabl-, Hoch- und Rosenheimer Straße. Im Süden reicht der Stadtteil bis an die Humboldstraße.

Aufgrund dieser zentralen Lage ist die Innenstadt mit öffentlichen Verkehrsmitteln rasch erreichbar. Am U-Bahnhof Kolumbusplatz haben die Fahrgäste Anbindung an das Netz der U1, U2, U7 und U8.

Der Stadtteil Au bildet zusammen mit Haidhausen den circa 421 Hektar großen Stadtbezirk 5. In diesem Gebiet leben rund 61.350 Einwohner. Das entspricht etwa 145 Menschen pro Hektar (Stand: 2019).

Trotz der Nähe zum Stadtzentrum ist die Au ein relativ ruhiges Stadtviertel. Dazu tragen vor allem die zum Teil verkehrsberuhigten Straßen bei.

Stadtteil Au – Eckdaten der Geschichte

Der Stadtteil Au wurde 1340 erstmals urkundlich erwähnt. Damals hieß das Gebiet an der Isar noch „Awe ze Gyesingen“, was so viel bedeutet wie „Land am Wasser“. Zu dieser Zeit befanden sich in den Isarauen die Falknereien der Herzöge von Bayern. Die Au besitzt einige weitere Meilensteine der Geschichte:

  • 1623 kam es zur Gründung des Klosters, das seit 1627 von Paulaner Mönchen geführt wurde.
  • 1634 begann der Aufbau einer klostereigenen Brauerei, dem Vorläufer der heutigen Paulaner Brauerei.
  • 1808 wurde die Au als Vorstadt Au an München angegliedert und erhielt die Stadtrechte.
  • Ab 1818 wurde zusammen mit Untergiesing eine Stadtgemeinde gebildet.
  • Nach dem Krieg von 1870/71 entwickelte sich die Au zu einer Arbeitervorstadt und expandierte stark, um ausreichend Wohnraum für Arbeiter, Beamte und Angestellte zu schaffen.
  • Am 24. und 25. April 1944 wurde das Viertel durch Luftangriffe der alliierten Kräfte weitestgehend zerstört.
  • Seit 1992 bilden Au und Haidhausen den Stadtbezirk 5 von München.

Au – die Besonderheiten des Stadtteils

Zu den Besonderheiten des Stadtteils Au gehören zwei große Veranstaltungen: das Starkbierfest auf dem Nockerberg und die Auer Dult auf dem Mariahilfplatz.

Das Starkbierfest und das dazugehörige Derblecken sind ein fester Bestandteil der Münchner Tradition. Der bayerische Begriff Derblecken bedeutet in etwa „jemanden aufs Korn nehmen“. Beim traditionellen Starkbieranstich im Festzelt lassen sich politische Prominente von dem Kabarettisten und Schauspieler Maxi Schafroth in Singspielen die Leviten lesen.

Die Auer Dult findet dreimal im Jahr statt. Dann ist der gesamte Stadtteil erfüllt von Jahrmarktsstimmung, Musik und fröhlichem Markttreiben. Die drei Volksfeste sind die:

  • Mai-Dult im Frühjahr
  • Jakobi-Dult im Sommer
  • Kirchweih-Dult im Herbst

Viele Einheimische und Besucher lieben den familiären Flair der Auer Dulten und ziehen ihn dem größeren und lauteren Oktoberfest vor.

Der Stadtteil Au und seine Sehenswürdigkeiten

Wer den Stadtteil Au besucht, trifft dort auf einige interessante Sehenswürdigkeiten. Dazu gehören vor allem:

  • die neugotische Mariahilf-Kirche mit einem der größten Glockenspiele Deutschlands
  • die Corneliusbrücke mit Aussichtsplattform
  • die Museumsinsel mit dem Deutschen Museum
  • der im 20. Jahrhundert freigelegte Auer Mühlbach
  • der Nockerberg mit dem weltberühmten Paulaner Biergarten
  • Die Frühlingsanlagen am Isarufer von der Reichenbacherbrücke bis hin zur Wittelsbacherbrücke

Historisch Interessierte, die sich auf eine Zeitreise begeben möchten, können in der Franz-Prüller-Straße die erhalten gebliebenen kleinen Herbergshäuser bewundern. Sie stammen noch aus der Zeit, als der Stadtteil überwiegend Tagelöhner beherbergt hat.

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