Das bringt das neue Jahr dem Stadtbezirk

Aubing & Langwied 2017: Erster Spatenstich für 25.000 Freihamer

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Es ist das größte Bauprojekt in München: 25.000 Menschen sollen in Freiham-Nord künftig leben.

München - Kein anderer Stadtbezirk wächst in den kommenden Jahren so stark wie der am westlichen Stadtrand. In Freiham-Nord, dem größten Bauprojekt Münchens, wird heuer viel passieren.

In Freiham-Nord, wo später einmal mehr als 25.000 Menschen leben werden, soll im Frühjahr der Spatenstich für die erste Wohnbebauung gesetzt werden. 2019 sollen die ersten mehreren hundert Wohnungen der beiden Wohnbaugesellschaften GWG und Gewofag bezugsfertig sein. Eine eher idyllische Geruhsamkeit versprechen die Pläne, die die neuen Eigentümer für das Gut Freiham südlich der Bodenseestraße haben. Auf dem rund 30 000 Quadratmeter großen Areal wollen die Edith-Haberland-Wagner-Stiftung und die Augustiner-Bräu Wagner KG die ehemaligen Ställe und Scheunen sowie den Gasthof in ein Dorf des 21. Jahrhunderts umwandeln, mit Dorfgaststätte, Handwerk und Museum. Bereits saniert ist die kleine Hofmarkkirche Heilig-Kreuz. Für die weiteren Projekte arbeitet man noch am Zeitplan.

Langwied soll Kleinod bleiben

Seinen dörflichen Charakter noch weitgehend bewahrt hat auch der Stadtteil Langwied, eine der ältesten Siedlungen der Landeshauptstadt. Das Viertel sei folglich ein wertvolles Kleinod für den Bezirk, findet man im örtlichen Bezirksausschuss (BA) und will deshalb heuer vom Planungsreferat erfahren, wie der Dorfcharakter bewahrt und gestärkt werden könnte. Auch die Bürger sollen in die Überlegungen einbezogen werden.

Neue Schulen im Stadtbezirk

Von den vier Grundschulen, die derzeit im Bezirk gebaut werden, wird die erste in diesem Jahr fertig. Die Schüler der Grundschule an der Wiesentfelser Straße 53 werden dann zum Schulbeginn in September in den neuen, fünfzügigen Bau umziehen, der wenige hundert Meter entfernt in der Verlängerung der Wiesentfelser Straße entstanden ist.

Verkehrskonzept fehlt noch

Was man im Stadtbezirk immer noch vermisst, ist ein vernünftiges Verkehrskonzept in den Bereichen, in denen nachverdichtet wird. Es reiche nicht aus, auf das vorhandene Straßennetz zu setzen, meint man im BA. Erleichtert sind die Lokalpolitiker darüber, dass die ursprünglich geplante Anbindung vom Wohngebiet Freiham-Nord nach Aubing über die Georg-Böhmer- und Altostraße wohl vom Tisch ist. Das hätte den Dorfkern zu stark belastet, hatten die BA-Mitglieder vehement kritisiert. Nun will man im Frühjahr in einem Bürgerworkshop Alternativen erarbeiten.

Neugestaltung an der Bodenseestraße

Neu gestaltet werden soll die Bodenseestraße vom Westkreuz bis zur Wiesentfelser Straße. Im Rahmen des integrierten Stadtteilentwicklungskonzepts denkt man zum Beispiel an stärker begrünte Parkflächen der Gewerbeanbieter, eine verbesserte Sicherheit der Zu- und Ausfahrten oder die Aufwertung der Fuß- und Radwege. Ein Ergebnis der Rahmenplanung für die Sanierung des Abschnittes soll im zweiten Quartal vorliegen.

Das Ärztehaus kommt weg

Begonnen wurde mit dem Umbau des in die Jahre gekommenen Paul-Ottmann-Zentrums an der Ecke Mainau-/Radolfzeller Straße. Zunächst will der Investor das neue Ärztehaus auf dem jetzigen Parkplatz errichten. Das alte Ärztehaus soll nach dem Umzug abgerissen werden und Platz machen für den neuen Geschäfts- und Wohnkomplex, in den auch wieder die Stadtbibliothek einziehen soll.

Neues im Kulturzentrum Ubo 9

Sehr gespannt ist man in Aubing auf das sanierte Kulturzentrum Ubo 9an der Ubostraße. Die offizielle Eröffnung ist für 20. Januar geplant. Rund eine halbe Million Euro wurden laut Bezirksausschuss unter anderem in den Einbau von Heizung, Toiletten und Teeküche investiert. Auch Tageslicht gibt es nun in manchen Räumen. Das hat den Vorteil, dass die kulturelle Einrichtung das ganze Jahr umfangreich genutzt werden kann, freut man sich in Aubing.

Sanierung für die Adventskirche

Im März soll es losgehen mit der Runderneuerung des Gemeindezentrums der evangelischen Adventskirche an der Limesstraße 85. Die rund 2,5 Millionen Euro, die für die Sanierung und Erweiterung geplant sind, wollen sich die Evangelische Landeskirche, das Dekanat und die Kirchengemeinde teilen. In Aubing arbeitet man heuer an den Plänen für die umfangreiche Sanierung des 1966 errichteten Pfarrheims von St. Quirinan der Ubostraße 5. Rund 4,6 Millionen Euro sollen investiert werden, heißt es. Starten soll der Umbau voraussichtlich im kommenden Jahr.

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