In Neuaubing

Adventskirche: Baubeginn für neues Gemeindehaus

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Alt trifft modern: Die Simulation zeigt das Ensemble. Links die Adventskirche an der Limesstraße, ein Glasgang führt zum neuen Gemeindehaus.

Die evangelisch-lutherische Adventskirche in Neuaubing will das Haus an der Limesstraße schon 2018 beziehen.

München - Der Grundstein für das neue Gemeindehaus der evangelisch-lutherischen Adventskirche in Neuaubing ist gelegt. In gut einem Jahr soll dann der moderne Neubau eingeweiht werden.

Den Beschluss für den größeren Gemeindebau an der Limesstraße 85 habe der Dekanatsbezirk München bereits vor acht Jahren gefasst, sagt Pfarrer Bernhard Vocke. Der aus den 70er-Jahren stammende Altbau sei nicht barrierefrei und genüge nicht mehr den energetischen Ansprüchen. Mit der Entscheidung des Dekanats sei die Diskussion vom Tisch gewesen, in Freiham ein eigenes Gemeindezentrum zu schaffen. Die drei beteiligten Instanzen – neben dem Dekanat die evangelische Landeskirche in Bayern und die Kirchengemeinde mit derzeit rund 4000 Mitgliedern – hatten sich vielmehr zum Ziel gesetzt, den bestehenden Standort zu stärken. Angesichts der zahlreichen neuen Wohnsiedlungen im Stadtteil rechne er mit einem deutlichen Zuwachs, sagt Vocke.

2011 sei eine sogenannte Mehrfachbeauftragung, „eine Art Wettbewerb“, initiiert worden. Damals, erzählt Vocke, sei man von Kosten in Höhe von rund 1,3 Millionen Euro für das Projekt ausgegangen. Auch der Entwurf des ersten Architekturbüros habe alle drei Gremien überzeugt. Aber dann habe sich die Bausumme mit rund 2,7 Millionen Euro mehr als verdoppelt. „Wir mussten alles komplett überarbeiten.“

Unter der Leitung von Architekt Jan Foerster von Teamwerk wurde der Bau schließlich mit 2,56 Millionen Euro veranschlagt. Davon trägt laut Vocke die Landeskirche 57 Prozent, das Dekanat 28 Prozent und die Gemeinde 15 Prozent. Die Kosten für die Inneneinrichtung in Höhe von rund 400 000 Euro muss die Gemeinde aber erst noch über Spenden finanzieren. „Offener, freundlicher und heller wird der Neubau“, freut sich Pfarrer Bernhard Vocke.

Künftig wird man das Pfarrheim über ein großes Foyer betreten, von dem aus ein barrierefreier Zugang zur Kirche führen soll. In der Kirche selbst werde sich nichts ändern. Die Gemeinde freut sich auch auf einen wesentlich größeren Gemeindesaal im Erdgeschoss, in dem künftig knapp 200 Menschen Platz finden sollen. Die Räume für die Jugend bleiben im Keller, würden aber modernisiert, sagt Vocke. Neu geschaffen werde eine große Küche. Damit habe die Pfarrei auch die Möglichkeit, Räume für Veranstaltungen zu vermieten. Hinter dem Gemeindehaus entstehen außerdem Parkplätze.

„Wir freuen uns, dass jetzt endlich die Bagger anrollen und etwas passiert“, sagt Vocke. Er könne sich auch vorstellen, dass vor dem neuen Gemeindezentrum Bänke aufgestellt werden, wo Spaziergänger verweilen könnten. „Das gibt es in der Limesstraße kaum.“ Um den Außenbereich attraktiver zu gestalten, hat die Pfarrei einen Förderantrag an die Münchner Gesellschaft für Stadterneuerung (MGS) gestellt. 

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