Grundstücke in Freiham werden nicht verkauft

Für günstigen Wohnraum: München schreibt eine Milliarde ab

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In Freiham sollen einmal 25 000 Menschen leben und arbeiten.

Die Stadt verzichtet in Freiham auf den Verkauf von Grundstücken im Gegenwert von knapp einer Milliarde Euro.

München - So soll mehr Wohnraum für untere und mittlere Einkommen entstehen. Das geht aus einer Stadtratsvorlage hervor, die am Mittwoch im Planungsausschuss behandelt werden soll.

OB Dieter Reiter (SPD) sagte der tz*: „Unser Ziel ist es, bezahlbaren Wohnraum für möglichst alle Einkommensgruppen zu schaffen und dabei auch Genossenschaften und Baugemeinschaften einzubinden. Damit schaffen wir die Grundlage dafür, dass langfristig stabile Nachbarschaften entstehen und Haushalte mit Kindern sowie Beschäftigte in Mangelberufen auch in München bleiben können.“

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„Es ist uns ernst mit der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum“

Dies sei nur möglich, wenn städtische Grundstücke nicht gegen Höchstgebot vergeben werden. Das Beispiel in Freiham zeige nun: „Es ist uns wirklich ernst mit der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Auch wenn wir wirtschaftliche Aspekte immer im Auge behalten müssen, wünsche ich mir, dass der Freistaat und der Bund unserem Beispiel folgen und keine Kosten und Mühen scheuen, um die Wohnungsnot und steigende Mieten zu bekämpfen.“

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Der Vorsitzende des Bezirksausschusses, Sebastian Kriesel (CSU), begrüßt das Vorhaben zwar, mahnt aber, dass dennoch Geld für Freizeit- und weitere Sozialangebote da sein müsse. „Es ist wichtig, dass die Stadt einen großen Beitrag für günstigen Wohnraum leistet. Dies darf aber nicht dazu führen, dass wir an nötiger Infrastruktur sparen. Wenn wir eine Stadt für über 25 000 Einwohner planen, dann brauchen wir auch Einrichtungen wie zum Beispiel ein öffentliches Schwimmbad, das aber bisher aus Kostengründen abgelehnt wird.“

Sascha Karowski

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