„An dieser Stelle absolut widersprüchlich“

Metro plant besondere Aktion für Kunden - Grüne: „Finden es unsäglich“

Feuerwerk als Vorführung für Kunden geplant: Die Metro in Aubing zieht den Zorn der Grünen auf sich. (Symbolbild)
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Feuerwerk als Vorführung für Kunden geplant: Die Metro in Aubing zieht den Zorn der Grünen auf sich. (Symbolbild)

Die Metro lädt Kunden am Freitag zu einer besonderen Veranstaltung. Es soll hochhergehen auf dem Parkplatz in Aubing. Doch das schmeckt den Grünen überhaupt nicht.

  • Der Metro-Markt in Aubing lädt am Freitag (6.12.) zu einem Feuerwerk auf seinem Parkplatz.
  • Die Grünen kritisieren das Event besonders wegen der Nähe zum Naturschutzgebiet Gleisdreieck.
  • Der Konzern erklärt den Hintergrund der Aktion und gibt ein Versprechen ab.

München - Aubings Grüne springen im (Gleis-)Dreieck! „Wir finden es unsäglich“, sagt die Fraktionssprecherin im Bezirksausschuss Aubing-Lochhausen-Langwied, Dagmar Mosch. Hintergrund ist ein Feuerwerk, das diesen Freitag auf dem Parkplatz des Metro-Marktes abgebrannt werden soll - neben dem Naturschutzgebiet Gleisdreieck.

Der BA ist über die Veranstaltung informiert worden, ablehnen kann er sie nicht. Entscheiden muss das Kreisverwaltungsreferat. Und das soll die Veranstaltung nicht genehmigen, fordern die Grünen.

Grüne kritisieren Metro-Feuerwerk: Aktion soll eine halbe Stunde dauern

In einer Pressemitteilung der Viertelpolitiker heißt es, geplant sei ein halbstündiges Abschießen von Feuerwerksbatterien und sogenannten Feuerwerks-Vulkanen auf dem Parkplatz der Metro direkt neben der Biotop- und Ausgleichsfläche am Gleisdreieck. „Die Fraktion der Grünen hält dieses Abfeuern von Feuerwerkskörpern dreieinhalb Wochen vor Silvester grundsätzlich für sehr fragwürdig - da auch keine nachvollziehbaren Gründe angegeben wurden - und findet es besonders an dieser Stelle absolut widersprüchlich zum Naturschutz.“ Die Grünen befürchten Dreck, Lärm und Lichtemission durch Feuerwerke, „die in der aktuellen gesellschaftlichen Diskussion derzeit doch sehr in Frage gestellt werden“.

Der Bund Naturschutz (BN) bittet das KVR ebenfalls, die Veranstaltung nicht zu genehmigen. Die Grünen wollen gar ein grundsätzliches Verbot an dieser Stelle erreichen. Mosch: „In München braucht es dringend mehr Respekt vor den grünen Kleinoden und mehr Schutz für sensiblen Flächen.“

Grüne kritisieren Metro-Feuerwerk: Auch als Vorführung für Kunden gedacht

Eine Sprecherin von Metro sagte der tz: „Wir sind ein Großhandel, wir verkaufen das Feuerwerk an Gastronomen und andere Unternehmer, an Großkunden, die das Feuerwerk gewerblich nutzen.“ Und die Kunden wollten auch sehen, was sie kaufen.

Daher gebe es an diesem Tag eine Vorführung. „Die ist aber maximal reduziert. Es werden nur die wichtigsten Artikel präsentiert. Es wird so kurz wie möglich, und alles, was an Rückständen entsteht, wird von uns selbstverständlich eingesammelt.“

Der Metro-Konzern befindet sich aktuell in Verhandlungen wegen des Verkaufs zahlreicher Real-Filialen. Wie merkur.de* berichtet, schießen sich die Grünen auch auf eine geplante Feuerwerk-Produktschau eines privaten Unternehmers aus Grafing ein. In Olching stemmen derweil Bürger eine Lasershow an Silvester - als Zeichen für den Umweltschutz*. Mit einem sogenannten „Polenböller“ hat ein 16-Jähriger für verängstigte Weihnachtsmarkt-Besucher gesorgt und sich Ärger mit der Polizei eingehandelt.

*merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Sascha Karowski

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