Polizei muss eingreifen

21 Pferde brechen aus Gestüt aus - und lösen Chaos in der ganzen Gegend aus

Chefin Verena Djabiry mit ihrem Privatpferd Solero. Im Hintergrund einige der Ausreißer.
+
Chefin Verena Djabiry mit ihrem Privatpferd Solero. Im Hintergrund einige der Ausreißer.

Plötzlich waren sie weg. 17 Pferde tuen sich zusammen und brechen aus ihrem Gestüt aus. Was sie dann in der Gegend anrichten, ruft die Polizei auf den Plan.

München - Die ganz große Freiheit haben sich die Pferde des Reitzentrums Langwieder Bach offenbar außerhalb ihres Stalls am Ortsrand von Aubing erhofft. Irgendwann in der Nacht zum Donnerstag gelang es den Tieren, aus ihrem Offenstall auszubrechen. „Wie sie rauskamen, kann ich nur spekulieren“, sagt Chefin Verena Djabiry. „Entweder war das Gitter nicht richtig zu, oder sie haben es selbst irgendwie geschafft, es aufzumachen.“ Dass ein Fremder sich in böswilliger Absicht daran zu schaffen gemacht hat, glaubt die 34-Jährige nicht. „Der Zaun war nicht kaputt und allen Tieren geht es gut. Sie wirkten auch nicht irgendwie aufgeschreckt.“

17 der Ausreißer blieben einfach direkt neben dem Stall auf einer Wiese stehen und fingen an zu grasen. Vier Ponys trabten allerdings gegen 5.30 Uhr die Straße entlang etwa zwei Kilometer zum Ortskern. Anwohner sahen die Tiere dort laufen und alarmierten die Polizei. „Wir wurden auch sofort verständigt“, sagt Verena Djabiry. „Jeder kennt unsere Pferde und wusste sofort, wo sie hingehören.“

Lesen Sie auch: Pelikan gibt neue Rätsel auf - jetzt tauchte er im Münchner Umland auf.

Pferde brechen aus: „Allen Tieren geht es gut“

Anwohner und Beamte lockten die vier Ponys dann in den Hof eines Anwesens an der Ubostraße. „Große Aufregung gab es nicht, auch für Verkehrschaos haben die Ausreißer nicht gesorgt“, berichtet die Münchnerin. Mit einem pinkfarbenen Gartenschlauch versperrten sie den Tieren den Weg zurück auf die Straße, bis zwei Mädchen aus Aubing mit einem Halfter kamen und die vier Tiere zurück auf den Hof Am Langwieder Bach brachten. „So etwas ist uns bisher noch nie passiert“, sagt die Chefin des Reitzentrums.

Den Reiterhof im Münchner Westen gibt es mittlerweile seit rund sieben Jahren. Etwa 30 Pferde und Ponys leben dort, vor allem Shetlandponys. „Wir kommen hier mit allen gut aus und haben keine Feinde“, sagt die Reitlehrerin. In der weitläufigen Anlage können vor allem Kinder ab drei Jahren das Reiten lernen. 

Lesen Sie auch auf Merkur.de*: Was macht ein Landwirt, der aufgeben will, aber alleine nicht mehr kann.

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Auch interessant

Meistgelesen

Zehn Wochen Sperrung an Münchner Freiheit: Zum Auftakt entsteht dichtes Gedränge
Zehn Wochen Sperrung an Münchner Freiheit: Zum Auftakt entsteht dichtes Gedränge
Mobilfunkmast brennt lichterloh: Steckt politische Tat dahinter? Brisante Parallelen zu „Anschlag“ auf BR
Mobilfunkmast brennt lichterloh: Steckt politische Tat dahinter? Brisante Parallelen zu „Anschlag“ auf BR
Kurzarbeit und Job-Angst wegen Corona - Hilferuf von Münchner Beschäftigten: Lasst uns nicht im Regen stehen!
Kurzarbeit und Job-Angst wegen Corona - Hilferuf von Münchner Beschäftigten: Lasst uns nicht im Regen stehen!

Kommentare