Reichlich Arbeit für die Notaufnahme

Heftige Massenschlägerei: Münchner Anwohner verunsichert, als Polizei-Hubschrauber kreist

Der Tatort: Die Grünanlage in der Nähe des Neubaugebietes in Aubing.
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Der Tatort: Die Grünanlage in der Nähe des Neubaugebietes in Aubing.

Da waren auch alle Corona-Kontaktbeschränkungen egal: In der Nacht auf den 1. Mai kam es zu einer heftigen Massenschlägerei. Danach hatte eine Notaufnahme viel Arbeit.

  • Ein etwas anderer Tanz in den Mai: In München gab es am Donnerstagabend eine Massenschlägerei. 
  • Die Polizei und eine Notaufnahme bekamen viel zu tun. 
  • Bei der Prügelei waren dann auch alle Kontaktbeschränkungen im Corona-Hotspot München* egal. 

München - Eine Massenschlägerei in einem Neubaugebiet in Aubing sorgte am Donnerstagabend bis in die Nacht hinein zu einem großen Polizeieinsatz. Gegen 22.20 Uhr gingen Notrufe in der Einsatzzentrale ein, wonach Personengruppen in einer Grünanlage in Aubing aufeinander einprügeln würden. Die Schlägerei fand im Bereich der Grete-Weil-Straße und Marie-Luise-Jahn-Straße statt. Die Augenzeugen schätzten, dass ungefähr 30 Personen am Tatort waren. 

München: Zeugen beobachten Massenschlägerei - dann tauchen Verletzte in Notaufnahme auf

Kurz darauf wurde die Polizei auch darüber informiert, dass mehrere Personen in der Notaufnahme eines Krankenhauses in Pasing aufgetaucht seien - darunter auch Verletzte. Die Ermittlungen ergaben, dass die Verletzten von der Schlägerei in Aubing stammten. Fünf Patienten im Alter zwischen 19 und 21 Jahren, alles Männer, die in München wohnen, sind der Polizei bisher bekannt. Möglicherweise gibt es noch weitere Verletzte, die nicht in einem Krankenhaus behandelt wurden. 

Zwei der Verletzten mussten sogar stationär in die Klinik aufgenommen werden. 

Münchner Polizei setzt Hubschrauber zur Fahndung ein - Kripo ermittelt jetzt nach Massenschlägerei

Die Arbeit der Polizei zog sich bis in die Nachtstunden. Es wurden Zeugen vernommen, Verdächtige kontrolliert, Spuren am Tatort gesichert. Auch die Berufsfeuerwehr musste ausrücken, um den Tatort auszuleuchten. Zur Fahndung setzte die Polizei  auch einen Hubschrauber ein, was insbesondere zu dieser späten Stunde manche Anwohner irritierte und verunsicherte. 

Die weiteren Ermittlungen liegen nun bei der Kriminalpolizei. Die Hintergründe der Prügelei und der genaue Ablauf müssen noch geklärt werden. Hierzu sind Zeugen aufgerufen, sich bei der Münchner Polizei zu melden. Sachdienliche Hinweise nehmen die Beamten unter Telefonnummer 089 / 29100 entgegen. 

Reportage: Spurensicherung an einem Tatort

Ähnliche Szenen gab es im Holiday Park in Haßloch, wo ein Familienstreit völlig eskalierte.* Die Polizei griff mit einem Großaufgebot ein, drei Personen mussten ins Krankenhaus. Auch an anderen Stellen in München gab es Ärger: Jugendliche randalieren trotz Corona in der Freinacht - die Polizei fasste einen „Klo-Umwerfer“*.

mag

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