Geduldsprobe für Eltern und Kinder

Sanierung an der Grundschule dauert länger als geplant

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Kinder demonstrieren vor ihrer geschlossenen Schule in Lochhausen.

Die Schüler und Eltern der Grundschule am Schubinweg in Lochhausen müssen sich weiterhin gedulden. Eine Sanierung des Pavillons am Schubinweg sei bis zum September nicht realisierbar.

München - Nach Auskunft des Bildungsreferats wird die Sanierung des baufälligen Pavillons mindestens sechs Monate dauern. Dies wurde den betroffenen Eltern nun in einem Brief mitgeteilt.

Laut Bildungsreferat erstrecken sich die in den Böden festgestellten Feuchteschäden über zwei Etagen und eine Gesamtfläche von etwa 1500 Quadratmeter. Der Pavillon – erst im September 2016 für 8,4 Millionen Euro fertiggestellt – war deshalb schon am 20. Januar wieder gesperrt worden. Offenbar, so heißt es von der Stadt, habe die beauftragte Baufirma feuchte Bodenelemente eingebaut. Das Baureferat werde den Schaden bei der Firma einfordern.

Die vier Ganztages-Klassen, die im Erweiterungsbau lernen sollen, mussten zurück ins alte, überfüllte Hauptschulgebäude. Eine Klasse muss seither in den Räumen der Mittagsbetreuung lernen. Vor zwei Wochen hatten Eltern und Schüler vor der Schule demonstriert, weil die Stadt noch immer kein Sanierungskonzept vorgelegt habe. Nun beziffert das Bildungsreferat die Dauer der Sanierung – diese sei schwierig und komplex – auf mindestens sechs Monate. Es seien weitere Untersuchungen und Detailklärungen erforderlich, bevor die Dauer exakt bestimmt werden könne. Ein Abschluss der Sanierung bis zum Schulbeginn im September sei aber nicht realisierbar, so das Bildungsreferat. Man arbeite aber mit Hochdruck daran, die räumlichen Engpässe zu beheben. „Ein vielleicht etwas eingeschränkter, aber doch vernünftiger Unterrichtsbetrieb soll gewährleistet werden“, heißt es in dem Brief an die Eltern.

Die Stadt hatte zuletzt häufig Probleme mit Ausweichquartieren an Schulen. So konnte zum Beispiel der im Februar 2016 fertiggestellte Schulpavillon der städtischen Adalbert-Stifter-Realschule an der Flurstraße in Haidhausen gar nicht in Betrieb gehen, weil die Standsicherheit des dreistöckigen Baus nicht gewährleistet war.

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