Mit dem Dreirad durch die City

Kann diese MVG-Maßnahme für Entlastung im Münchner Verkehr sorgen?

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Alternative zum Auto: Mit dem Lastenrad, so hofft man bei der MVG, erledigen Bürger künftig Besorgungen, für die sie bisher ins Auto gestiegen sind.

Autofahren in Städten macht oft nur bedingt Spaß und kostet eine Menge Zeit. 2019 startet ein Pilotprojekt der MVG, das eine vernünftige Alternative darstellen könnte: das Lastenrad.

München - Sie sind eine clevere Alternative zum Auto in der Stadt: Lastenräder. Ab kommendem Jahr leiht die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) solche Räder aus. Allerdings nur in Neuaubing-Westkreuz und Freiham. Zudem gibt es erste Gespräche mit dem Discounter Lidl über eine Lastenrad-Kooperation.

„Smarter together“ nennt sich das EU-Förderprojekt, das derzeit im Münchner Westen läuft. Es geht um neue Technologien und nachhaltige Lösungen für die Stadt. Neben intelligenten Lichtmasten, Quartiersboxen mit Kühlfächern für Paket- und Lebensmittellieferungen oder digitalen Weg- und Infostellen gehören auch E-Mobilitätsstationen dazu. Neben Mietautos und Fahrrädern bieten die Stadtwerke hier ab nächstem Jahr nun auch Elektro-Dreiräder zum Lastentransport an. 20 solcher „MVG-eTrikes“ sollen zur Ausleihe an insgesamt acht Mobilitätsstandorten zur Verfügung stehen.

Alternative zum Auto: Elektrische Dreiräder als Alltagshelfer

Den Prototyp gab es bereits im Sommer zu sehen. Bislang jedoch bremsten technische Probleme die Lastenräder aus, wie MVG-Sprecher Matthias Korte erklärt. Die MVG hofft, dass sich die elektrischen Dreiräder als echte Alltagshelfer erweisen. Zum Beispiel als Tragehilfe beim Einkauf. Zur Ausleihe muss man sich nur über eine kostenlose App registrieren. Danach kann man sofort mit dem passenden Rad losfahren. Die Rückgabe ist ausschließlich an einer der acht eTrike-Stationen möglich. Der Mietpreis beträgt 16 Cent pro Minute, maximal kostet das Elektro-Lastenrad 24 Euro am Tag.

Bis 2021 soll der Test mit den E-Lastenrädern unter wissenschaftlicher Beobachtung dauern. „Wir wollen rausfinden, ob das was für München ist, wie’s so funktioniert“, erläutert Korte. Bei einem positiven Fazit könnte es danach überall in München derartige eTrikes zur Ausleihe geben. Interesse an intelligenter City-Mobilität kommt auch aus anderer Richtung. Der Discounter Lidl hat sich bei der MVG wegen der Lastenrad-Idee gemeldet. „Es gab ein erstes Gespräch“, bestätigt Korte. Man stehe hier ganz am Anfang, sei noch am Abklopfen und Ausloten. „Wir sind jedoch bei dem Thema in alle Richtungen offen.“ 

Lesen Sie auch: Brennpunkt Verkehr - Aubinger Bürger geigen OB Reiter die Meinung

Carmen Ick-Dietl

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