Im Westen was Neues: Der Mega-Wertstoffhof

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Ganz schön groß: So wird der neue Mega-Wertstoffhof in Langwied aussehen. Die AWM investiert dort neun Millionen

München - Der Lochhauser Wertstoffhof platzt aus allen Nähten, doch damit ist bald Schluss. Denn in zwei Jahren soll in Langwied ein neues Areal eröffnet werden: Der größte und modernste Wertstoffhof Europas.

Der Lochhauser Wertstoffhof platzt aus allen Nähten: Die Wartezeiten für Bürger, die ihre alten Sachen loswerden wollen, sind enorm, der Platz ist viel zu eng. Wenn die vollen Container abgeholt werden, muss der Hof gesperrt werden. Doch Abhilfe ist laut Hallo München in Sicht: In zwei Jahren soll in Langwied Münchens größter und modernster Wertstoffhof eröffnet werden, der für den gesamten Münchner Westen zur Anlaufstelle werden soll.

An der Mühlangerstraße werden dann auf 3000 Quadratmetern Fläche 50 in zwei Reihen aufgestellte Container auf die alte Waschmaschine oder Stereoanlage warten. Mehr als neun Millionen Euro investiert der Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM) in die neue Anlage, die im Bereich der Container mit einem modernen Dach aus Leimbinderholz bedeckt wird, damit man trockenen Hauptes seine Wertstoffe ausladen kann. 70 Parkplätze stehen künftig auf dem Gelände bereit, auch die Öffnungszeiten sollen kundenfreundlich gestaltet werden. Laut Helmut Schmidt, dem zweiten Werkleiter des Münchner-Abfallwirtschaftsbetriebs (AWM), wird es erstmals in einem städtischen Wertstoffhof auch einen ständig besetzten Schalter für die Abgabe von Problemmüll geben.

Die in Langwied gesammelten Grünabfälle werden künftig im Kompostierwerk Schernthaner in Lochhausen zu Blumenerde und Dünger verarbeitet, das Altmetall wird in einem Aubinger Betrieb recycelt. Um den Bauschutt kümmert man sich in einer Planegger Firma.

Da der neue Wertstoffhof direkt an der Autobahn A 99 liegt, rechnet Helmut Schmidt nicht mit einer erhöhten Verkehrsbelastung in den Anwohnerstraßen. „Eine erhöhte Belastung wird nicht spürbar sein“, sagte er kürzlich gegenüber dem Pasinger Bezirksausschuss. So ganz beruhigen ließen sich die Stadtteil-Politiker allerdings nicht. Denn in der Nähe des Wertstoffhofes will sich in den kommenden Jahren auch die Paulaner-Brauerei ansiedeln. Beide Betriebe könnten gemeinsam schon für viel Verkehr sorgen, so die Befürchtung.

Der neue Wertstoffhof an der Mühlangerstraße soll laut Schmidt auch die Anlaufstelle für die künftigen Bewohner des neuen Stadtteils Freiham sein. München verfüge mit der neuen Anlage über 15 Wertstoffhöfe, das müsse reichen. Der Wertstoffhof in Lochhausen wird mit der Eröffnung in Langwied geschlossen.

Pgv/We.

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