Ihnen stinkt's

Paulaner in Langwied: Anwohner klagen über Malzgeruch

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Braumeister Christian Dahncke in der Mälzereistraße von Paulaner in Langwied. Seit August wird hier gebraut, offenbar geht das nicht geruchlos.

München - Seit dem Sommer braut die Paulaner-Brauerei in Langwied. In letzter Zeit häufen sich die Beschwerden der Anwohner. Auch Paulaner selbst sucht nach den Ursachen.

Neue Nachbarn sind manchmal gewöhnungsbedürftig. Das erfahren die Anwohner in Langwied momentan im eigenen Vorgarten. Ihnen stinkt der neue Nachbar, die Paulaner-Brauerei. Nachdem es in den vergangenen Monaten häufiger Beschwerden wegen des vom Braubetrieb ausgehenden Malzgeruchs gab, beschäftigte das Thema jetzt den Allacher Bezirksausschuss (BA). Man werde den Beschwerdebrief an das Referat für Gesundheit und Umwelt (RGU) weiterleiten, erklärte der stellvertretende BA-Vorsitzende Friedrich Schneller (SPD).

Das Sudhaus von außen. Paulaner versucht nun herauszubekommen, warum im Viertel der Malzgeruch in der Luft liegt.

Im August des vergangenen Jahres zog das Brauhaus vom Münchner Nockherberg an den Stadtrand. Doch seit rund drei Monaten häufen sich die Beschwerden über den Geruch, den der Wind von der Produktion ins angrenzende Wohngebiet weht. Paulaner-Sprecher Burkhard Rüdiger bestätigt das Problem, eine Erklärung hat er noch keine. „Wir arbeiten daran herauszufinden, woran es liegen könnte“, so Rüdiger. Warum es erst in letzter Zeit Beschwerden gibt ist unklar. „Ende August haben wir angefangen zu brauen“, sagt Rüdiger. „Das waren die ersten Sude, da haben wir den Betrieb erst hochgefahren. Seitdem ist der Braubetrieb intensiver geworden.“ Man versuche, den Geruchsaustritt so gering wie möglich zu halten und gehe schrittweise bei der Suche nach der Ursache vor.

Wer sich beschwert, wird seitens Paulaner gebeten anzugeben, an welchem Tag und zu welcher Uhrzeit er den verstärkten Geruch wahrgenommen hat, „damit wir nachvollziehen können, welcher Prozessschritt im Sudhaus betroffen ist und was wir zu dieser Zeit gebraut haben“, erklärt Rüdiger. Auch bei einer modernen Brauerei sei Geruch nicht ganz zu verhindern. Man nehme die Beschwerden der Anlieger jedoch sehr ernst. Der stellvertretende BA-Vorsitzende Friedrich Schneller merkt zudem an: „Eine Brauerei stinkt nicht, die riecht nur.“ Das RGU habe „von Anfang an“ gesagt, „es sei nicht auszuschließen, dass der Brauereibetrieb auch mal riecht“.

Am Nockherberg hatte es nach Angaben des Paulaner-Sprechers zuvor keine Beschwerden gegeben. „Jedem war bewusst, dass es da mal nach Malz riechen kann.“ Paulaner braute seit dem 16. Jahrhundert in der Münchner Au, wo derzeit der Abriss zugunsten von Wohnungsbau  läuft. In Langwied seien die Anwohner allerdings zuerst da gewesen. „Wir sind die Neuen hier“, sagt Rüdiger.

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Seit 1634 wurde am Fuße des Nockherberg gebraut - damit ist nun endgültig Schluss. Die Brauerei Paulaner ist bereits nach Langwied gezogen, am Dienstag haben die Abrissarbeiten an der alten Brauerei begonnen.
Seit 1634 wurde am Fuße des Nockherberg gebraut - damit ist nun endgültig Schluss. Die Brauerei Paulaner ist bereits nach Langwied gezogen, am Dienstag haben die Abrissarbeiten an der alten Brauerei begonnen. © Gaulke
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Seit 1634 wurde am Fuße des Nockherberg gebraut - damit ist nun endgültig Schluss. Die Brauerei Paulaner ist bereits nach Langwied gezogen, am Dienstag haben die Abrissarbeiten an der alten Brauerei begonnen. © Gaulke

Sophie Krause

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