Großer tz-Stadtteil-Check: Note 2,79

Die Oase der Ruhe: Aubing-Lochhausen-Langwied

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München - In einer Serie stellt die tz die Ergebnisse des großen Stadtteil-Checks vor. Diesmal sind wir in Aubing-Lochhausen-Langwied. Dort gab es von den Bürgern die Gesamtnote 2,79.

Wo wohnen die glücklichsten Münchner? Wie beurteilen die Bürger das Angebot für Kultur, Kinder und Senioren? Wie sauber finden sie ihr Viertel – und wie sicher fühlen sie sich dort? Die tz wollte dies und noch viel mehr im größten Stadtteilcheck Münchens wissen. 7000 Leser haben daran teilgenommen und Noten in 23 Kategorien vergeben. Ausgewertet hat sie der Lehrstuhl für Humangeographie und Geoinformatik an der Uni Augsburg. Die Studenten haben ihre Ergebnisse dann auch in den einzelnen Vierteln bei Recherchen und Umfragen in der Praxis überprüft. In einer Serie für alle 25 Stadtviertel stellt die tz jetzt die Ergebnisse vor. Heute sind wir in Aubing-Lochhausen-Langwied. Dort gab es von den Bürgern die ­Gesamtnote 2,79.

Stadtteil

Fläche (ha): 3411,48

Einwohnerzahl: 41 116

Anteil der Kinder: 5929 

Anteil der Senioren: 8817

Gründungsjahr Aubing: 1010

Lochhausen: 950

Langwied: 1269

Jahr der Eingemeindung nach München: 1942

Grünfläche (ha) 311,45

Krippenplätze: 202

Kindergartenplätze: 1224

Schulen: 8

Aubing-Lochhausen-Langwied ist mit rund 3406 Hektar Fläche Münchens größter Stadtteil und hat gleichzeitig die geringste Bevölkerungsdichte. Also: eine Oase der Ruhe. Gleichzeitig hat der Stadtteil mit rund 40 Prozent den geringsten Anteil an Single-Haushalte und einen hohen Anteil an Kindern und Jugendlichen. Trotzdem bewerten die Bürger das Angebot für junge Leute im Stadtteil als mangelhaft. Mit einer Gesamtnote von 2,79 im tz-Stadtteilcheck hat Aubing-Lochhausen-Langwied am viertschlechtesten abgeschnitten. Das liegt unter anderem am letzten Platz bei den Einkaufsmöglichkeiten, beim Kulturangebot, bei Gastronomie und Kneipen sowie bei den Schulen. Bei Kinderbetreuung und Jugendangebot ist der Bezirk Zweitletzter, bei Verkehrsanbindung sowie Freizeitangebot Drittletzter.

Der Neuaubinger Wochenmarkt

Gut abgeschnitten hat das Viertel dagegen bei den Immobilienpreisen und der Haustierfreundlichkeit: jeweils Platz zwei! Entstanden ist der Bezirk Aubing-Lochhausen-Langwied am westlichen Stadtrand aus der zwangsweisen Eingemeindung der drei Dörfer im Jahr 1942. Der dörfliche Charakter ist im Stadtteil noch überall sichtbar. Hier gibt es noch landwirtschaftliche Betriebe und viele Einfamilien- oder Reihenhäuser. In den 1960er Jahren entstanden dann die Großsiedlungen Neuaubing-West und Am Westkreuz. Jetzt plant die Stadt, auf den Freiflächen, die an Neuaubing angrenzen, eine Stadterweiterung. Unter anderem entstehen im Zuge dieser Pläne auch die Gewerbeflächen und Wohngebiete in Freiham.

Maximilian Zimmermann

Wir brauchen mehr Bars

Ich lebe seit 1991 in Lochhausen und finde es hier sehr schön. Es ist ruhig, aber dennoch nah genug an der Stadt. Allerdings fehlen mir ein paar Bars und Kneipen. Und für größere Einkäufe muss man nach Gröbenzell fahren. Dafür ist hier aber die Miete noch verhältnismäßig günstig.

Marc Stuckert (42), ­Verleger

Mein Stadtteil-Tipp: Im Landgasthof Deutsche Eiche in der Ranertstraße gibt es leckeres Essen und einen schönen Biergarten.

Wappen auf der Brust

Seit meiner Geburt bin ich Aubinger und bin hier auch mit meiner Freundin in eine gemeinsame Wohnung gezogen. Da ich das Aubinger Wappen auf der Brust tätowiert habe, war klar, dass ich hier nicht weg will. Super ist vor allem die Anbindung an den MVV, außer in der Nacht.

Florian Leingärtner (25), Kaufmännischer Angestellter

Mein Stadtteil-Tipp: Das Aubinger Weinfest

Schnell in der Stadt

Meine gesamte Kindheit und Jugend habe ich in Langwied verbracht, bevor ich 2011 weggezogen bin. Aber die ­ruhige Lage und die gute Verbindung zur Innenstadt waren hier schon toll. Was allerdings gute Einkaufsmöglichkeiten im Stadtteil angeht: Fehlanzeige.

Thomas Illar (24), Student

Mein Stadtteil-Tipp: Die Langwieder Seen

Metzger gleich ums Eck

Mit meinem Freund wohne ich seit ungefähr zehn Monaten in Lochhausen. Besonders wichtig waren uns eine gute S-Bahn-Anbindung und natürlich relativ günstige Mieten. Außerdem sind hier Metzger, Bäcker und Kindergarten ums Eck, das ist super.

Stefanie Preister (29), ­Vertriebsassistentin

Mein Stadtteil-Tipp: Die Aubinger Lohe ist toll zum Joggen und Spazierengehen.

Termine

Jeden Samstag Neuaubinger Wochenmarkt, Mainaustraße 67 bis 73, von 7 bis 13 Uhr.

22.11.13 Werner Dilg: Ubo hat Glück in Aubing. Autorenlesung für Kinder. Stadtteilbibliothek Neuaubing, Radolfzeller Straße 15, Beginn um 15 Uhr.

27. bis 29.11.2013 Spieleerfinderwerkstatt: Erfindet euer eigenes Brettspiel. Spielhaus am Westkreuz, Aubingerstraße 57. Jeweils von 14 bis 18 Uhr.

28.11.2013 Fröhliches Singen. Alten-und Service-Zentrum Aubing, Am Aubinger Wasserturm.

Die bisherigen Teile:

Maxvorstadt: Die Kultur-Hochburg

Milbertshofen-Am Hart: Licht und Schatten

Laim: Münchens grüner Garten

Berg am Laim: Das Schlusslicht

Moosach: Die Idylle in der Großstadt

Au-Haidhausen: Das Dorf im Zentrum

Trudering-Riem: Mix aus Stadt und Land

Schwabing-West: Besser ist's nirgends

Pasing-Obermenzing: Tradition trifft Moderne

Ramersdorf-Perlach: Besser als der Ruf

Neuhausen-Nymphenburg: Paradies für Jung & Alt

Bogenhausen: Sauber, sicher, schick

Sendling: Günstig und gemütlich

Ludwigvorstadt-Isarvorstadt: Wo der Luxus wohnt

Ein Spaziergang durch die Maxvorstadt

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