Eskalation nach dem Urlaub

Zoff um Zaun: Nachbar baut Garagen zu

München - Nach dem Urlaub traute ein Ehepaar aus Langwied seinen Augen nicht: Ein Nachbar hatte einen fast 25 Meter langen Zaun direkt vor ihren Garagen aufgebaut! Und dazu eine Kamera, die den Zaun überwacht.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie auf unserem Partnerportal hallo-muenchen.de.

Zwischen den Langwieder Nachbarn tobt schon seit fünf Jahren ein erbitterter Streit. Ehepaar F. wohnt im vorderen Haus des Grundstücks, der Nachbar, Hans B., im hinteren, das über eine Zufahrt neben den Garagen erreichbar ist. Um die Eigentumsrechte dieser Zufahrt dreht sich der Streit, denn Hans B. darf diese nur nutzen und darauf parken. 

Dabei sieht B. seine Grunddienstbarkeit verletzt. Auf Anfrage von "Hallo München" sagt er,  dass F.s Mieter mit seinem Wagen regelmäßig in der Einfahrt parke, was ihm die Ein- und Ausfahrt extrem erschwere.

Die Fronten verhärteten sich noch, als B. 2012 den Streifen vor den Garagen erwarb: „Er hat den Streifen im Januar 2012 heimlich gekauft“, empört sich F. Der Nachbar habe ihm dann sogar angedroht, für jede Überfahrt 2000 Euro zu berechnen.

Jetzt ist eine Überfahrt, ja gar die Ausfahrt aus den Garagen  unmöglich: Auf dem Streifen – eine rund vier Quadratmeter große Fläche, die sich vor Michael F.s Garagen entlangzieht – steht seit zwei Wochen ein Zaun, der von einer Kamera überwacht wird.

Der Langwieder vermutet: Mit dem Zaun wolle der Mann ihn zu einem Tauschgeschäft  zwingen. „Er hat gesagt, dass er den Zaun wieder abreißt, wenn er im Gegenzug die Zufahrt bekommt. Aber wenn ich das Grundstück abgebe, müsste ich meinen Anbau abreißen!“ Grund: F. ließ 2011 an seinem Haus einen Anbau errichten – ohne die 120 Quadratmeter große Zufahrt sei der Anbau nicht mehr genehmigungsfähig, weil die Grundfläche im Verhältnis zur Wohnfläche zu klein wäre.

Hans B. wehrt sich gegen die Vorwürfe, sich den Grundstücksstreifen vor den Garagen heimlich gesichert zu haben. Er betont, dass er gesprächsbereit sei: „Mein Vorschlag ist nach wie vor ein Grundstückstausch – dann kommt man sich nicht mehr ins Gehege.“ Den Streifen einfach so herschenken werde er aber nicht.  

Daniela Schmitt

Auch interessant

Meistgelesen

31-Jähriger am ZOB niedergestochen: Neue Details
31-Jähriger am ZOB niedergestochen: Neue Details
Feueralarm im Kiesselbach-Tunnel: Mega-Stau auf dem Ring
Feueralarm im Kiesselbach-Tunnel: Mega-Stau auf dem Ring
Die Stadt der Zuagroasten: Was Neu-Münchner anzieht
Die Stadt der Zuagroasten: Was Neu-Münchner anzieht
So ehrt München den „roten Schorsch“
So ehrt München den „roten Schorsch“

Kommentare