Viertel mit dörflichem Charakter

Aubing

St. Quirin Kirche in München-Aubing
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Die Kirche St. Quirin in München-Aubing

Der Stadtteil Aubing ist für seine moderaten Wohnungspreise und die attraktive Lage im Grünen bekannt. Alle Infos zu Geschichte und Besonderheiten kurz zusammengefasst.

München – Das größte Gebäude im Stadtteil Aubing ist die weithin sichtbare Wohnanlage Ramses. Sie besteht bereits seit 1969 und bietet mit 343 Wohnungen Platz für rund 1.000 Bewohner. Unser brandneuer München-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alles, was in der Isar-Metropole passiert.

Aubing – Lage und Einwohnerzahlen des Stadtteils

Aubing bildet im Westen die Stadtgrenze Münchens. Im Norden grenzt der Stadtteil an Lochhausen, im Osten an Pasing und Obermenzing.

Zusammen mit Langwied und Lochhausen bildet Aubing den Stadtbezirk 22 der bayerischen Landeshauptstadt.

Trotz seiner Stadtrandlage ist Aubing durch die S-Bahn-Linie S4 optimal an das öffentliche Verkehrsnetz angeschlossen. Die Bundesautobahnen A8 und A99 liegen ebenfalls in unmittelbarer Nähe und bringen die Leute schnell in die anderen Stadtteile von München. Des Weiteren führt die S-Bahn-Linie S8 aus der Stadt hinaus bis in das Naherholungsgebiet am Ammersee.

Der Stadtbezirk Aubing hat rund 47.800 Einwohner. Durch die Fläche von gut 3.400 Hektar ergibt sich eine Bevölkerungsdichte von etwa 14 Personen pro Hektar (Stand: 2019).

Stadtteil Aubing – die Geschichte des Stadtbezirks

Gräberfunde im Gebiet von Aubing belegen eine Besiedelung ab dem 5. Jahrhundert nach Christus. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort als „Ubingen“ im Jahre 1010. Woher der Stadtteil seinen Namen hat, ist bisher nicht genau geklärt. Experten vermuten eine Ableitung von dem bajuwarischen Männernamen Ubo.

Die lange Geschichte des Stadtteils weist einige Höhepunkte auf:

  • 1330 bis 1808 gehörte Aubing mit seinen Ländereien zum Kloster Ettal und war jahrhundertelang der einwohnerstärkste Ort westlich von München.
  • 1808 wurde der Ort eine selbstständige Gemeinde.
  • 1887 bekam Aubing einen Anschluss an das Eisenbahnnetz München – Augsburg.
  • Um 1900 herum begann die Industrialisierung und brachte der Region mit dem Reichsbahnausbesserungswerk Neuaubing und den Dornier-Werken großen Aufschwung.
  • 1903 entstand die Bahnstrecke Pasing – Herrsching am Ammersee und erste Arbeiter- und Eisenbahnersiedlungen entstanden.
  • 1942 wurde Aubing trotz erheblichem Widerstand von Bürgermeister und Bevölkerung nach München zwangseingemeindet und ist seitdem ein Stadtteil der Isar-Metropole.
  • 1992 wurde der Stadtteil Aubing zum Stadtbezirk 22 erklärt.

Aubing – Besonderheiten im westlichsten Stadtteil Münchens

Eine der herausragendsten Besonderheiten von Aubing ist der bis heute erhaltene historische Dorfkern. Er befindet sich ringsum die Kirche St. Quirin. Generell finden Interessierte in diesem Stadtteil noch viele Spuren aus der Vergangenheit wie zum Beispiel:

  • am alten Wasserturm
  • beim Schergenhof in der Ubostraße
  • beim historischen Schloss Freiham im Süden des Stadtteils
  • an der Teufelsburg in der Aubinger Lohe, einer abgetragenen Höhenburg aus dem 10. Jahrhundert

Aubing ist zudem durch Franz Tausend (1884-1942) bekannt. Dieser Hochstapler und Betrüger lebte in diesem Münchner Stadtteil und überzeugte gut zahlende Investoren davon, dass er auf chemischem Wege Gold machen könne. Er erwarb sich auf diese Weise ein beträchtliches Vermögen und konnte sich ganze Schlösser leisten. Anfang der 1930er Jahre wurde er verhaftet und verurteilt.

Die westlich gelegenen Ländereien von Gut Freiham sind seit 2006 Teil eines ganz anderen Projektes: Hier entsteht seither der neue, gleichnamige Stadtteil Freiham der Landeshauptstadt mit Wohnraum für 25.000 Menschen.

Stadtteil Aubing – Sehenswertes und Freizeitgestaltung

Wer in Aubing unterwegs ist, sollte sich die Sehenswürdigkeiten des Stadtteils anschauen.

Dazu gehören:

  • die Kirche St. Quirin
  • das ehemalige NS-Zwangsarbeiterlager in Neuaubing
  • das Kriegerdenkmal
  • die Mariensäule
  • das alte Schulhaus

Aubing grenzt im Westen an die Aubinger Lohe. Dieses Waldgebiet auf dem Hügel ist ideal für ausgedehnte Spaziergänge. Im Winter nutzen die Bewohner des Stadtteils die Hänge zum Rodeln.

Ein weiterer Höhepunkt in diesem Stadtbezirk ist die Langwieder Seenplatte mit dem Langwieder-, Birken- und Lußsee. Die Wasserflächen mit den zahlreichen Bademöglichkeiten sind ein beliebtes Naherholungsgebiet. Ab den bayerischen Pfingstferien verkehrt regelmäßig ein Badebus zwischen dem S-Bahnhof in Lochhausen und der Seenplatte.

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