Langwied: Paulaner will schon erweitern

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Rund 300 Millionen Euro hat der Neubau gekostet.

Lanwied - Paulaner verlässt Gräfelfing! Die Brauerei will seinen neuen Standort in Langwied erweitern und Getränke-Vertrieb Interdrink auf einem 4,4 Hektar-Areal ansiedeln. Das ist umstritten.

Paulaner hatte den Standort in Langwied erst vor wenigen Wochen eröffnet. Dort sollen künftig bis zu 3,5 Millionen Hektoliter Bier produziert werden. 300 Millionen Euro kostet der Neubau. Im März wird wohl letztmals am Nockherberg gebraut, dann nur noch in Langwied.

Dorthin soll auch Paulaners Gastronomie-Belieferer Interdrink umziehen. „Das hat Sinn, da dadurch der Pendelverkehr wegfällt“, so ein Sprecher. Mit rund 30 Lastwagen mehr ist künftig im Langwied zu rechnen. Und wenn das geplante Hochregal kommt, sind’s nochmal bis zu 40.

Deswegen regt sich Widerstand – vor allem im Bezirksausschuss Allach-Untermenzing. „Es könnte zu Problemen für die Ortsstraßen führen“, sagt dessen Vorsitzende Heike Kainz.

Verkehr ist ein großes Problem

Zwar liegt das Gelände an der A99, doch die ist zu Stoßzeiten oft dicht. Schon jetzt schält sich der Verkehr durch Allach. „Die fahren von der Autobahn und über Mühlanger-, Eversbusch- und Otto-Warburg-Straße wieder drauf.“ Das habe in den vergangenen drei Jahren zugenommen. „Wir haben bereits Anwohnerbeschwerden“, sagt Kainz.

Zwar ist der Bierriese wohl durchaus in der Lage, den Verkehr so zu verteilen, dass er nicht mit den Stoßzeiten auf der Autobahn kollidiert. „Allerdings hätten wir uns Untersuchungen gewünscht.“

Jedoch: Paulaner steht unter Zeitdruck, der Vertrag in Gräfelfing läuft aus, und Interdrink muss zu einem festen Termin ausziehen, sagt Kainz.

Der Stadtrat hat jedenfalls den Aufstellungsbeschluss gefasst. Öffentlich vorgestellt werden die Pläne am Dienstag, 1. Dezember, um 19 Uhr in der Gaststätte Bayerisches Schnitzel- und Hendlhaus, Limesstraße 63.

Bilder: Paulaner eröffnet neue Zentrale in Langwied

Sascha Karowski

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