Mordkommission rückt an

Bauarbeiter geraten in Solln im Streit - am Ende liegt einer im Krankenhaus

Weil sie sich nicht darüber einig werden konnten, wie sie die Arbeit zu verrichten haben, sind auf einer Baustelle in Solln zwei Bauarbeiter (25, 33) derart heftig aneinander geraten, dass jetzt einer der beiden im Krankenhaus liegt und der andere festgenommen wurde. Sogar die Mordkommission rückte an.

Laut Polizei fügte der 25-Jährige dem 33-Jährigen am Donnerstag mit einem scharfkantigen Werkzeug eine tiefe Schnittverletzung am Hals und eine oberflächliche an der Wange zu. Zudem schlug der Jüngere mit Fäusten auf den Älteren ein. Ein Passant bekam den Angriff mit und rief einen Beamten der Polizeiinspektion 29 (Forstenried) zu Hilfe, der zufällig in der Nähe war.

Der Beamte versorgte das Opfer und verständigte seine Kollegen. Diese nahmen den 25-jährigen afghanischen Staatsbürger mit Wohnsitz in München fest. Der 33-Jährige aus Sierra Leone mit Wohnsitz im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen wurde in eine Klinik gebracht. Lebensgefahr besteht nicht.

Der Kriminaldauerdienst (KDD)

Der KDD ist ein Bereitschaftsdienst der deutschen Kriminalpolizei, der rund um die Uhr im Einsatz ist. Die Mitarbeiter des KDD arbeiten in Schichten. Zu den Aufgaben des KDD gehört die Spurensicherung, erste Vernehmungen und Ermittlungen vor allem bei

- schwereren Gewalt- bis hin zu Tötungsdelikten - allen nicht natürlichen oder ungeklärten Todesfällen - Sexualdelikten - Raub und Erpressung - Wohnungs- und Geschäftseinbrüchen

Wegen der Verletzung am Hals übernahmen zunächst Mordkommission, Spurensicherung und Kriminaldauerdienst die Ermittlungen. Es ergab sich nach Angaben eines Sprechers jedoch kein dringender Tatverdacht eines versuchten Tötungsdeliktes. Der 25-Jährige wird wegen des Vorwurfs der gefährlichen Körperverletzung dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser entscheidet nun, ob der Tatverdächtige in Haft geht.

Rubriklistenbild: © Stephan Jansen/dpa

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