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Auf dem Heimweg von der Wiesn

Münchner Gastronom (34) ins Koma getreten? Täter stellt sich 

Am Georg-Hirth-Platz, unweit der Theresienwiese, passierte die Tat. 

Auf dem Heimweg vom Oktoberfest ist ein Münchner Gastronom (34) bei einer Schlägerei so schwer verletzt worden, dass er im künstlichen Koma liegt. Der Täter stellte sich nun der Polizei und schilderte seine Sicht der Vorfalls.  

+++ Update vom 4. Oktober ++++

Wie die Polizei heute mitteilt, hat sich der mutmaßliche Täter, ein 30 Jahre alter Verkäufer, mit seinem Anwalt am 28. September der Polizei gestellt und den Tathergang aus seiner Sicht geschildert: Er räumt ein, den Wirt geschlagen zu haben, jedoch können die Ermittler bislang keine Fußtritte nachweisen. Die bisherigen Zeugenaussagen weichen dazu zu sehr voneinander ab. Sollte es keine nachweisbaren Tritte gegeben haben, wird der Fall zur gefährlichen Körperverletzung herabgestuft. 

Das schwer verletzte Opfer, das mutmaßlich durch Tritte gegen den Kopf eine Hirnblutung erlitten hat, liegt noch immer im künstlichen Koma. 

Das war der Bericht vom 25. September: 

München - Es war zunächst nur ein banales Wortgefecht zwischen Betrunkenen – dann allerdings folgte dem Geplänkel eine kurze, höchst brutale Schlägerei. Sie hätte einem 34-jährigen Münchner Gastronomen am vergangenen Sonntag fast das Leben gekostet. Mitten im Besucherstrom von der Wiesn zum Goetheplatz wurde um 23.45 Uhr ein 34-Jähriger von einer bislang unbekannten Gruppe schwerst verletzt. Die Mordkommission ermittelt wegen versuchten Totschlags. 

Der 34-Jährige war an diesem Abend mit einem Freund und Kollegen (30) auf der Wiesn gewesen. Auf dem Georg-Hirth-Platz – dort münden Pettenkofer-, Paul-Heyse- und Herzog-Heinrich-Straße – kam es zu dem heftigen verbalen Streit zwischen den beiden Männern und einer aus Frauen und Männern bestehenden Gruppe. Ein Wort gab das andere. „Und dann hat’s gescheppert,“ umschrieb der stellvertretende Chef der Mordkommission, Herbert Linder, den weiteren Verlauf. 

Beide Männer wurden aus der Gruppe angegriffen. Als sich der 30-Jährige mit einem blutenden Cut am Auge wieder aufrappelte, lag sein Freund regungslos im eigenen Erbrochenen am Boden. Zeugen berichteten der Polizei, dass er niedergeschlagen und dann – am Boden liegend – auch noch getreten wurde. Mehrere Leute – darunter möglicherweise auch Männer und Frauen aus der Gruppe – griffen ein und zogen den oder die Aggressoren vom Opfer weg. 

Polizei mit Zeugenaufruf

Dann gingen alle schnell weiter. Die Beschreibungen sind dürftig: Einer der Täter soll eine Lederhose und eine helle Trachtenjacke getragen haben. Der Notarzt brachte den Besinnungslosen sofort in die Klinik. Die Diagnose: Blutgerinnsel, absolute Lebensgefahr. In einer Notoperation musste sein Schädel wegen der Hirnschwellung geöffnet werden. Zur Zeit liegt er im künstlichen Koma. Die Mordkommission bittet um Hinweise unter (Telefon 089/2910-0) Derzeit werden Videoaufnahmen gesichtet, um die Schläger mithilfe der Zeugen zu identifizieren.

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