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Corona-Regeln in München: Auf Streife mit der Polizei - Bei Missachtung drohen empfindliche Strafen

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Von: Laura Felbinger

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Unsere Zeitung war unterwegs mit vier Streifenpolizisten der Altstadt-Inspektion. Im Wirtshaus „Tegernseer Tal“ sprachen die Beamten mit Wirt Jason Bardis.
Unsere Zeitung war unterwegs mit vier Streifenpolizisten der Altstadt-Inspektion. Im Wirtshaus „Tegernseer Tal“ sprachen die Beamten mit Wirt Jason Bardis. © Jens Hartmann

Die Zügel in München werden straffer: Ab Dienstag gilt in Gasthäusern 2G. KVR und Polizei wollen verstärkt kontrollieren. Wir haben eine Polizeistreife begleitet.

München - Vier Streifenpolizisten der Altstadt-Inspektion 11 betreten das Wirtshaus „Tegernseer Tal“. Sie befragen den Restaurantleiter Jason Bardis, wie er die Corona-Regeln* überprüft. Alles okay – hier ist alles regelkonform. „99 Prozent der Gäste tragen FFP2-Masken. Nur Touristen müssen wir ab und an über die Regeln aufklären“, sagt Bardis. In den letzten Tagen sei die Zahl der Gäste um 70 Prozent zurückgegangen. „Die Leute sind wegen der Corona-Lage verängstigt.“ Bardis findet es gut, dass verstärkt kontrolliert wird. Er hofft, dass kein Lockdown nötig ist. „Wir halten uns alle an die Hygiene-Regeln“, beteuert er.

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Corona-Regeln in München: Bessere Einhaltung durch „regelmäßige Präsenz“

Weitere Station der Polizeikontrolle: La Pizzetta nebenan. Auch hier haben die Männer in Uniform nichts zu beanstanden. Chef Radhey Parkash sagt: „Das Ordnungsamt war auch schon da. Alles hat gepasst.“ Sogar die Gäste am Straßenverkauf würde er darauf hinweisen, eine Maske zu tragen. Neben den üblichen 1000 Streifenpolizisten täglich sind dieses Wochenende pro Tag noch 100 Polizisten mehr im Einsatz – ob das so bleibt, wird geprüft.

Auch das Kreisverwaltungsreferat (KVR) kontrolliert. Aber nicht die Gäste, sondern die Gastro-Betreiber. Unauffällig und unangekündigt, in zivil, sind die Außendienstkräfte des KVR unterwegs. Für die Gastro-Kontrollen sind täglich 50 Mitarbeiter auf Kontrollgang. Rund 8300 gastronomische Betriebe gibt es in München*. Die alle lückenlos zu überprüfen, sei unmöglich, sagen KVR und Polizei. Aber: „Durch eine regelmäßige Präsenz kann eine höhere Regeltreue erreicht werden“, heißt es im KVR.

München: Wie sehr halten sich die Gastronomie-Betriebe an die Vorgaben?

Wie das Innenministerium mitteilt, seien in Bayern seit Donnerstag bei 1043 Kontrollen 108 Verstöße festgestellt worden. Laut KVR seien in München vom 11. Oktober bis 7. November in Gaststätten rund 400 Corona-Kontrollen durchgeführt worden. Es gab unter anderem 46 Belehrungen wegen Regelverstößen, zwei Bußgeldverfahren gegen Gaststättenbetreiber wurden eingeleitet.

Laut dem aktuellen bayerischen Corona-Bußgeldkatalog kostet etwa ein Verstoß gegen die Maskenpflicht 250 Euro. Gastronomie-Betreiber, die nicht sicherstellen, dass Gäste und Mitarbeiter die Corona-Regeln einhalten, zahlen 5000 Euro. Veranstalter, die ihren Testnachweis nicht zwei Wochen lang aufbewahren, müssen 250 Euro abdrücken. *tz.de/muenchen ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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