1. tz
  2. München
  3. Stadt

Auf U5-Baustelle in München: Bauarbeiter (47) von Kies und Erde begraben - Kriminalpolizei ermittelt

Erstellt:

Von: Nadja Hoffmann, Sascha Karowski

Kommentare

Die Feuerwehr sicherte die Unfallstelle und befreite den 47-Jährigen.
Die Feuerwehr sicherte die Unfallstelle und befreite den 47-Jährigen. © Feuerwehr

Auf der Baustelle für die U5-Verlängerung in Laim ist ein 47-jähriger Bauarbeiter verschüttet und dabei verletzt worden. Jetzt ermittelt die Polizei.

München - Es ist ein Albtraum: Ein 47-jähriger Bauarbeiter aus dem Landkreis München ist am Donnerstag in Laim verschüttet worden – und das zu allem Unglück auch noch auf der Baustelle für die U5-Verlängerung von Laim nach Pasing!

Auf U5-Baustelle in München: Bauarbeiter stürzt in Baugrube und wird bis zum Kopf unter Erde begraben

Nach Angaben der Feuerwehr war der Mann um 14.46 Uhr in der Gotthardstraße in eine Baugrube gestürzt und wurde bis zum Kopf von nachrutschendem Erdreich und Steinen begraben. Seine Kollegen setzten einen Notruf ab und versuchten sofort, den 47-Jährigen mit den Händen auszugraben. Allerdings blieben diese Bemühungen erfolglos. Um ein Einsinken zu unterbinden, sicherten die Arbeiter ihren Kollegen bis zum Eintreffen der Rettungskräfte mit Bandschlingen und Seilen. Die Feuerwehr brachte dazu anschließend eine Drehleiter in Stellung. Zudem errichteten die Helfer eine Wand aus Bauholz, um zu verhindern, dass weitere Erde und Steine an die Unfallstelle rutschen. Ein Notarzt kümmerte sich da bereits um den 47-Jährigen.

Nach etwa eineinhalb Stunden befreiten die Retter den verletzten Bauarbeiter aus seiner Zwangslage . Zur weiteren Behandlung brachten Sanitäter ihn in den Schockraum einer Klinik, die Feuerwehr spricht von schweren Verletzungen, die Polizei indes von leichten.

Auf U5-Baustelle in München: Die Kriminalpolizei ermittelt wegen eines Betriebsunfalls

Die Baugrube wurde durch die Feuerwehr abgesichert und an die Baufirma übergeben. Zur Betreuung der unter Schock stehenden Arbeitskollegen stand ein Kriseninterventionsteam bereit. Das Kommissariat 13, was bei Betriebsunfällen eingeschaltet wird, hat die Ermittlungen übernommen. Derzeit gehen die Beamten davon aus, dass ein Bagger eine Baugrube ausgeschaufelt hat. Danach habe sich aus unklarer Ursache eine größere Menge Kies und Erde gelöst und den Mann begraben.

Auch interessant

Kommentare