"Weil sie Minirock trugen"

Lift-Vergewaltiger spricht über Fantasien

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Mit diesem Bild einer Überwachungskamera fahndete die Polizei nach dem Vergewaltiger.

München - Der Mann, der im August 2012 eine Frau im Aufzug eines Münchner Bürohauses vergewaltigte, steht seit Mittwoch vor Gericht. Erstmals erklärte er, was die Tat auslöste. 

Der mutmaßliche Täter muss sich seit Mittwoch vor dem Münchner Landgericht verantworten. Die Anklage wirft ihm auch einen weiteren Fall vor: Einen Tag nach dem Überfall auf die Frau, die auf dem Weg zu ihrem Arbeitsplatz war, soll der Mann über ein zweites Opfer nach dem Verlassen der S-Bahn hergefallen sein. Die Frau konnte ihn jedoch durch heftige Gegenwehr und Hilfeschreie in die Flucht schlagen.

Er habe seine Opfer angegriffen, „weil sie Mini-Rock trugen“, sagte der Mann beim Prozessauftakt. Ein psychiatrischer Sachverständiger bescheinigte dem 38-Jährigen eine Psychose. Ob der Mann vermindert schuldfähig oder für seine Taten nicht verantwortlich war, muss im Prozess geklärt werden.

dpa

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