Eingequetscht! Horror-Unfall im Liftschacht

München - Wenn Menschen nach ihren schlimmsten Ängsten gefragt werden, rangiert das Steckenbleiben im Aufzug ganz weit vorn. Einer Münchnerin (40) ist genau das passiert - in verschärfter Form!

Die Enge im Fahrstuhl, die Ohnmacht des Nicht-Handeln-Könnens, die Furcht vor dem Absturz: All das lässt viele von uns allein beim Gedanken daran erschauern. Einer 40-Jährigen Münchnerin ist genau das passiert; allerdings in nochmals verschärfter Form. Ein Alptraum!

Es ist kurz nach 7 Uhr am Freitagmorgen, im sogenannten Fuchsbau in der Ungererstraße. Die Frau des Hausmeisters ist früh auf den Beinen, sie will als eine ihrer ersten Arbeiten an diesem Tag die beiden Aufzüge rauswischen. Warum, weiß sie selbst nicht, aber sie kommt beim Betreten der Kabine ins Stolpern und fällt der Länge lang hin. Was zwar schmerzhaft gewesen wäre, aber nicht weiter schlimm. Weil aber das linke Bein der 40-Jährigen aus dem Aufzug ragt, passiert jetzt das Unglück.

Hat jemand von oben den Lift per Knopfdruck angefordert? Oder liegt ein anderer technischer Defekt vor? Die genauen Umstände des Vorfalls müssen noch geklärt werden; Tatsache aber ist, dass sich die Tür des Aufzugs plötzlich zu schließen beginnt. Ehe die Hausmeisterin reagieren kann, hat die Tür ihr Bein eingeklemmt. Normalerweise müsste jetzt die Tür des Lifts zurückfahren – was sie aber nicht tut. Ganz im Gegenteil, das Gerät fährt los. Magdalena F. schreit laut um Hilfe, doch ändert das an ihrer dramatischen Situation natürlich nichts. Erst unter der ersten Stahlbetondecke kommt der Aufzug zum Stillstand; der linke Oberschenkel der Frau ist aber massiv eingequetscht.

Sowohl Magdalena Fs Gatte Rudolf – die beiden bilden schon seit 21 Jahren das Hausmeisterehepaar im Fuchsbau – als auch diverse Hausbewohner sind durch die Schreie alarmiert. Während Rudolf F. zu seiner Frau eilt, beruhigend auf sie einredet und ihr verletztes Bein wegen der Durchblutung massiert, rasen 25 Feuerwehrmänner und Sanitätsleute zum Unglücks­ort. Während ein Notarzt mit der Versorgung der Verletzten beginnt, drücken die Feuerwehrler mit Hilfe eines Hebekissens die Aufzugskabine von der Schachtwand weg.

Nach schier endlosen knapp 20 Minuten ist die Schwabingerin frei; geschafft! Sie kommt mit dem Sanka sofort ins Schwabinger Krankenhaus, wo die Ärzte nach einer gründlichen Untersuchung Entwarnung geben können: Die 40-Jährige hat zwar eine sehr schmerzhafte Muskelquetschung erlitten, gebrochen ist aber nichts. Magdalena F. wird wieder ganz gesund werden, und darüber freut sich natürlich mit ihr vor allem ihr Mann. Rudolf F. zur tz: „Ich bin überglücklich, dass nicht so viel passiert ist.“

Wie es zu dem Unfall kommen konnte, müssen Experten jetzt klären. Der Aufzug hat zwar schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel, doch wurde er nach tz-Informationen regelmäßig und auch fachgerecht gewartet.

jam./mdu.

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