TS Jahn bestätigt Verkauf

Aus fürs Wirtshaus „Sakrisch Guat“: Das plant die Bayerische Hausbau in Freimann

Entlang der Freisinger Landstraße soll ein Neubauquartier mit Wohnungen und Sporthalle entstehen.
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Entlang der Freisinger Landstraße soll ein Neubauquartier mit Wohnungen und Sporthalle entstehen.

Die Würfel sind gefallen. Die TS Jahn bestätigt den Verkauf ihres Grundstücks an die Bayerische Hausbau. Diese stellt nun erste Pläne vor. Kritiker wollen gegen den Beschluss vorgehen.

Mit einer Mehrheit von 82 Prozent haben die Mitglieder des TS Jahn den Verkauf ihres drei Hektar großen Grundstücks an der Freisinger Landstraße an die Bayerische Hausbau bestätigt.

Der Verein zählt 2784 stimmberechtigte Mitglieder. „Per Briefwahl haben wir 567 gültige Stimmen erhalten“, teilt Vereinsmanager Sven Lommatzsch mit. An der virtuellen Versammlung hätten am Montagabend 85 Personen teilgenommen – „davon haben 18 ihre Stimme in der Versammlung abgegeben.“

Will „den Beschluss angreifen“: Tilman Steiner.

Die Kritiker innerhalb des Vereins geben sich aber nicht geschlagen. Die Mitglieder seien manipuliert und zu spät informiert worden, so das Argument. „Wir werden den Beschluss angreifen,“ kündigt Tilman Steiner von der Initiative für fairen Verkauf der Jahn-Grundstücke an.

Wer sich hingegen über die Bestätigung des Verkaufs freut, ist die Bayerische Hausbau (BHG). Auf dem Gelände der Turnerschaft an der Freisinger Landstraße will sie ihr genehmigtes Neubaugebiet Richtung Norden erweitern. Geplant sind mehr als 600 Wohnungen, zwei städtische Kitas sowie eine neue Sportanlage des TS Jahn. Der Verein behält 8000 Quadratmeter seines Grundstücks, dort soll eine neue Sporthalle entstehen.

Aus fürs Sakrisch Guat: Bayerische Hausbau plant neues Wirtshaus

Zwischen Freisinger Landstraße (li.) und Garchinger Mühlbach sollen über 600 Wohnungen entstehen.

Zudem will die Hausbau ein bayerisches Wirtshaus mit Biergarten errichten. Für das alte Wirtshaus „Sakrisch Guat“ sieht es dagegen düster aus. „Das Wirtshaus hat nach wie vor keine Zukunft“, sagt Mathias Weber, Srecher der BHG. Die hatte Wirt Bernhard Scholl den Pachtvertrag bereits 2019 gekündigt.

Auch wenn das alte Wirtshaus dann nicht mehr da ist: „Soziale Treffpunkte waren bei der Planung sehr wichtig“, versichert Weber. Neben dem neuen Wirtshaus ist dafür ein begrünter Quartiersplatz nebst Nahversorger vorgesehen.

Neubauquartier wird CO2-neutral gestaltet

Außerdem soll das neue Quartier klimaneutral sein. Will heißen: Die Wärmeversorgung wird aus regenerativen Energien gespeist, also Wasserkraft, Fotovoltaik und Geothermie. Am Garchinger Mühlbach gibt es bereits ein kleines Wasserkraftwerk. Bis die Bagger anrollen wird es allerdings noch mindestens bis 2024 dauern. Als nächstes braucht es dafür einen Billigungsbeschluss im Stadtrat.

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