MVG und Netzbetreiber bauen aus

Ausbauoffensive: Endlich schnelleres Handynetz in der U-Bahn

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Bis Ende 2017 soll der Netzausbau entlang der U-Bahnlinien abgeschlossen sein.

München - Um mit der weiter wachsenden Smartphone-Nutzung Schritt halten zu können, investieren die Netzbetreiber massiv in den Ausbau der Netze. Bald gibt's entlang aller Münchner U-Bahnlinien LTE-Verbindungen. 

Das Smartphone hat heutzutage jeder fast immer dabei. Auch unterwegs und damit auch in der U-Bahn, wollen die Menschen lesen und chatten - kurzum online und erreichbar sein. Im Vergleich zu vor zwei Jahren werden heute bis zu viermal mehr Daten in U-Bahnen abgerufen und verschickt. Dazu kommen mehr als eine halbe Million Handygespräche pro Woche im unterirdischen Teil der Münchner U-Bahn.

Höchste Zeit also aufzurüsten: Die drei Mobilfunknetzbetreiber Vodafone, Telefónica und Telekom starten jetzt unter der Federführung von Vodafone den weiteren Ausbau der Netze entlang der U-Bahnlinien.

Die Verbindungen werden in zwei Stufen optimiert, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung der Unternehmen und der MVG. Bis Juni 2015 erhalten die Fahrgäste deutlich mehr Kapazität im U-Bahnstreckennetz, bis Ende 2017 sollen dann weitere Vorteile folgen.

Das Ziel: München soll als zweite Millionenstadt schnelle Datendienste über LTE in der U-Bahn nutzen. Schon jetzt versorgen insgesamt 140 Funkzellen die unterirdischen U-Bahnlinien mit GSM- und UMTS-Diensten. Im zweiten Quartal, mit Ende des Ausbaus, sollen es dann über 200 Funkzellen sein. Die sind dann mit dem UMTS-Standard HSPA für die schnelle mobile Datenübertragung ausgerüstet.

Um das umzusetzen, muss zusätzliche Übertragungstechnik installiert werden. Dafür wird ein neuer Technikraum errichtet, in dem die Drähte und Signale buchstäblich zusammenlaufen. Dieser Ausbau schafft dann die technische und strukturelle Basis für den geplanten Ausbau der LTE-Technik in den U-Bahntunneln. Im Laufe des kommenden Jahres wollen die Mobilfunkunternehmen mit der Planung für das LTE-Netz beginnen.

Dass die Netzbetreiber diesen großen Ausbau gemeinsam vorantreiben und finanzieren, sei eine Besonderheit, heißt es in der Mitteilung. München werde damit nach Berlin die zweite deutsche Großstadt mit einer LTE-Versorgung in den unterirdischen U-Bahnlinien sein.

Herbert König, der Vorsitzende der MVG-Geschäftsführung begrüßt das Vorhaben: „Wir sehen im täglichen Betrieb, wie wichtig die mobile Datenanbindung für unsere Fahrgäste ist. Egal ob über oder unter der Erde: Es wird einfach erwartet, dass die Handynutzung in schneller Geschwindigkeit möglich ist."

mm/tz

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