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Dackel haut ab und macht sich auf nach München - Besitzer sucht stundenlang nach „Lemmy“

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Von: Nadja Hoffmann

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Süßer Ausreißer: Dackel Lemmy in den Armen von Bundespolizistin Melanie.
Süßer Ausreißer: Dackel Lemmy in den Armen von Bundespolizistin Melanie. © Bundespolizei

So einen Einsatz haben die Beamten der Münchner Bundespolizei auch nicht jeden Tag: Sie mussten sich um einen Ausreißer auf vier Pfoten kümmern, der allein mit der S-Bahn gefahren ist. Sein Besitzer hatte ihn stundenlang gesucht.

Grafing/München - Ein Rauhhaardackel, der allein unterwegs ist und am Grafinger Bahnhof gemütlich in die S-Bahn* einsteigt: Gibt’s nicht? Gibt’s doch! Auch wenn die Fahrgäste der S4 auf ihrem Weg in die Innenstadt nicht schlecht staunten, haben sie genau diese Situation der zuständigen Bundespolizei gemeldet. Die hat sich daraufhin nicht nur liebevoll um den Ausbüxer Lemmy gekümmert, sondern konnte ihn auch schnell an dessen Herrchen übergeben. Im Revier am Ostbahnhof erkannte der 48-jährige Ebersberger sein zutrauliches Zamperl sofort. 

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Dackel fährt mit der S-Bahn: Trockenfutter und Streicheleinheiten für den süßen Ausbüxer

Der Mann war am Mittag bei einer gemeinsamen S-Bahn-Fahrt eingeschlafen und hatte nicht bemerkt, dass sein Hund am Bahnhof Grafing schnurstracks aus dem Zug ausgestiegen ist. Weil der dann wohl nicht allein sein wollte, stieg Lemmy einfach in die S4 in Richtung Innenstadt München* ein und fuhr mehrere Stationen bis zum Ostbahnhof. Sein Herrchen bekam derweil den Schreck seines Lebens, als er aufgewacht ist und sein Zamperl verschwunden war. Stundenlang suchte er Lemmy: erst in der S-Bahn, dann auf allen Bahnsteigen der S4 bis zum Ostbahnhof. Entsprechend groß war die Erleichterung, als er am Ostbahnhof schließlich zum Revier der Bundespolizei ging. Die Beamten hatten Lemmy derweil mit Wasser, Trockenfutter und jeder Menge Streicheleinheiten versorgt.

Lemmy trug zwar ein rotes Halsband samt rotem Blinklicht-Anhänger. Da er nicht mit einer Marke ausgestattet und auch nicht gechipt war, wurde auch der Tierschutzverein Ebersberg informiert. Er verfügt über eine Fundtierauffangstation, in die Lemmy eigentlich gebracht werden sollte. Weil das Herrchen aber plötzlich vor ihm stand, war das aber nicht mehr nötig. *tz.de/muenchen ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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