Ausgeballert! Keine Mega-Schießanlage

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Mit Plakaten taten die Bürger ihren Unmut kund.

München - Zwei Jahre haben sie gegeneinander geschossen – jetzt haben die Nachbarn im Münchner Süden und die Hubertus-Schützen vom Forstenrieder Park Frieden geschlossen und sich vor dem örtlichen Bezirksausschuss geeinigt.

Der Erfolg für die Bürger: Der Schießstand wird nicht ausgebaut, die von der mächtigen Bürgerinitiative befürchtete „Monster-Schießanlage“ kommt ganz sicher nicht. Der Erfolg für die Schützen vom Verein Hubertus: Sie dürfen wenigstens weiter im Bannwald ballern.

2500 Bürger protestieren gegen Mega-Schießanlage

Beide Seiten vermeiden nach geschlagener Schlacht die Siegerpose. „Wir sehen den Kompromiss positiv“, sagt Heinz Kuhnert, Sprecher der Bürgerinitiative „Forstenrieder Park ohne Schießanlage“, die – wie der Name schon sagt – die Schützen am liebsten ganz aus dem Wald verjagt hätte. „Wenn man den Titel der Bürgerinitiative bedenkt, können wir auch zufrieden sein“, sagt der Anwalt der Schützen, Benno Ziegler. Der Bezirksausschuss hat in dem Streit vermittelt. Demnach bleibt es bei den bisherigen Schießzeiten dienstags 13 bis 18 Uhr und samstags 9 bis 13 Uhr.

Im ersten Antrag wollte der Verein die Beschränkungen aufheben. Außerdem verpflichten sich die Schützen, die Lärmgrenzen für Wohngebiete einzuhalten. Außerdem schießen sie auf die Tontauben weiter in Richtung Süden – und nicht nach Norden ins Wohngebiet. Im Rücken der Schützen wird eine „Schallschutzmuschel“ gebaut. Die Schrotkugeln müssen die Schützen aus dem Waldboden holen. Schlussendlich verzichten sie auf den Mega-Wall um die Anlage, der laut Bürgerinitiative fast die Maße der Allianz Arena gehabt hätte. Im Gegenzug fordern die Nachbarn nicht mehr eine vollständige, dichte Einhausung des Standes. Auf dieser Grundlage soll der neue Pachtvertrag erstellt werden.

dac

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