Ausreißer (7) begibt sich am Bahnhof in Gefahr

München - Ein kleiner Bub (7) ist am Donnerstag ausgebüxt und hat sich auf dem Rangierbahnhof München Nord in Lebensgefahr begeben. Die angerückte Polizei musste kreativ werden, um mit ihm zu reden.

Das hätte schlimm ausgehen können! Ein chinesischer Bub (7) irrte am Donnerstag gegen 18:30 Uhr am Rangierbahnhof München Nord herum. Zwischen den 64 Rangiergleisen befand er sich in akuter Lebensgefahr!

Aufmerksames Bahnpersonal entdeckte den Kleinen und brachte ihn in ein Dienstgebäude. Die Bundespolizei holte ihn dort ab und fuhr mit ihm zur Dienststelle am Hauptbahnhof - wo er jegliche Aussage verweigerte.

Doch die Beamten zeigten sich erfinderisch: Sie zeigten dem Chinesen auf ihren privaten Handys Tierfotos und konnten ihn so besänftigen. Der Bub konnte sich aber weiterhin nicht richtig verständlich machen. Doch weil zwischenzeitlich der Notruf seiner Mutter eingegangen war, löste sich der Fall auf - und der Ausreißer konnte seiner Mama übergeben werden.

Die Beamten rekonstruierten die Odyssee des Buben schließlich: Seine Mutter hatte ihn kurz auf einem Spielplatz allein gelassen, um eine Jacke für ihren Sprössling zu holen. Der Bub verließ während dieser Zeit den Spielplatz und begab sich auf Entdeckungsreise. Zwei Kilometer weit kämpfte er sich bis zum Rangierbahnhof durch - in Badeschlappen und kurzer Hose.

mm

Rubriklistenbild: © dpa

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