Austauschschüler: Das lieben wir an München

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Die aktuellen AFS-Schüler mit Gastgeberin Marlene Ippen (hinten Mitte)und dem Vorsitzenden des Fördervereins Wiard Bracklo sowie Angelika Knöferle (li. hinten) von AFS. Beim Thanksgiving-Treffen der Schüler und Förderer im Pressehaus gab es Truthahn und Süßkartoffeln vom Buffet.

Der Verein AFS Interkulturelle Begegnungen organisiert seit Jahrzehnten weltweite Austauschreisen für Schüler. Auch dieses Jahr fand im Pressehaus wieder das jährliche Thanksgiving-Fest statt.

Die Welt entdecken und neue Freunde finden: Ein Schüleraustausch ist für viele Jugendliche das erste richtig große Abenteuer des Lebens. Der Verein AFS Interkulturelle Begegnungen organisiert solche Reisen seit Jahrzehnten. Lieb gewonnene Tradition: Beim Thanksgiving-Fest im Pressehaus treffen sich jedes Jahr die Weltenbummler aus dem Raum München. Ehemalige Austauschschüler, Jugendliche, die zurzeit in Deutschland zu Gast sind – und die Familien, bei denen sie leben: Sie alle waren in die „Alte Rotation“ gekommen. Früher wurden in diesen Räumen die tz und der Münchner Merkur gedruckt, jetzt gab’s hier Truthahn und Süßkartoffeln.

 Gastgeberin des Abends: Marlene Ippen, Ehefrau von tz-Verleger Dirk Ippen (die selbst mal mit AFS in den USA war). Besonders neugierig waren alle auf die AFSler, die gerade mitten in ihrem Abenteuer stecken und die jetzt ein halbes oder ein ganzes Jahr bei uns verbringen. Sie kommen zum Beispiel aus China, Costa Rica, den USA, Island und Portugal. Wie’s ihnen jetzt in München geht und was sie über unsere Stadt denken? Wir haben nachgefragt.

Das sagen die Austauschschüler

 Ich habe mir Deutschland ausgesucht, weil es einen großen Einfluss auf die Welt hat. Die deutsche Sprache wird immer wichtiger. Zu Hause haben viele gesagt, die Deutschen seien unfreundlich. Das stimmt aber überhaupt nicht! Mir gefällt es so gut, dass ich länger als geplant bleiben will.

Catarina Amaral (16) aus Portugal

Deutschland ist die Heimat großer Philosophen und Künstler. Ich werde selbst Künstler und lerne Gestaltung. In Brasilien denken die Menschen, dass hier viele Nazis leben, einige Freunde hatten Angst um mich. Ich habe aber keine negativen Erfahrungen gemacht. Die Leute sind hier allerdings viel verschlossener.

Lucas Azevedo (18) aus Brasilien

Hier ist alles anders. Man muss nie auf etwas warten. In Costa Rica weiß man, dass der Bus bald kommt, wenn viele Leute warten. Einen Plan gibt es nicht. Hier in München schimpfen alle, wenn es fünf Minuten Verspätung gibt. Aber ich mag die Deutschen – sie wollen immer alles genau machen.

Raquel Hernandez (18) aus Costa Rica

In Deutschland ist es so schön grün, und alles wird recycled. Es gibt sogar Pfandflaschen! Die haben wir in den USA nicht. Außerdem darf man hier in meinem Alter schon richtig ausgehen, in den USA kommt man erst ab 21 in die Disko. Ich will unbedingt die berühmten bayerischen Schlösser sehen.

Josh Weas (17) aus den USA

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