Teure Schnapsidee

Austern-Dieb muss 7000 Euro blechen

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Poseidon-Chef Pierre Mergen hat dem Austern-Dieb längst verziehen.

München - Es war eine Schnapsidee: Weil das Fischgeschäft Poseidon am Viktualienmarkt noch nicht geöffnet hatte, bediente sich Kfz-Meister Florian W. einfach selbst. Das kommt ihn nun teuer zu stehen.

Am frühen Morgen des 8. Februar schnappte er sich ziemlich angetrunken einfach einen Eimer mit frischen Austern (Wert: 115 Euro) und verzog sich damit in den nahen Markt-Stadl (tz berichtete).

Die Polizei kam und holte den 37-Jährigen mitsamt der frischen Austern aus der Kneipe. Er hatte erst fünf Stück geschlürft, den Rest konnte Poseidon-Geschäftsführerin Gabriele Mergen noch verkaufen. Dienstag musste sich Florian W. vor dem Amtsgericht wegen Diebstahl verantworten. Obwohl er sich umgehend bei dem Ehepaar Mergen entschuldigt und 20 Euro für die verspeisten Austern gezahlt hatte – und Gabriele Mergen auch die Anzeige wegen Diebstahls zurückgezogen hatte.

Die Staatsanwaltschaft hatte den Austern-Dieb dennoch angeklagt. Sie sah ein öffentliches Interesse, weil der Kfz-Meister schon mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt geraten ist, und forderte drei Monate Gefängnis ohne Bewährung. Amtsrichterin Alexandra Rothe bewies Augenmaß. Sie verurteilte Florian W. zu einer Geldstrafe von 7000 Euro.

tz

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