Autorätsel gelöst: Hurra, der Fiesta ist wieder da!

München - Er ist wieder da: Der Ford Fiesta, den eine 35-Jährige in München geparkt und nicht wieder gefunden hat. Dank einer aufmerksamen Leserin konnte Kirsten Sydlik den Wagen wieder in Empfang nehmen.

„Gott sei Dank gibt es jemanden, der sich so prompt meldet.“ Kirsten Sydlik ist die Freude über das wiedergefundene Auto deutlich anzusehen. Auch ihr Vater, der Halter des Wagens, sei überglücklich, sagt sie.

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Zusammen mit der Familie Strametz steht die 35-Jährige in der Hinterrißstraße im Münchner Osten. Neben ihnen: der Ford Fiesta von Kirsten Sydliks Vater. Vorschriftsmäßig am Straßenrand geparkt. Gudrun Strametz war das Auto mit dem Altöttinger Kennzeichen schon vor längerer Zeit aufgefallen. Auch deshalb, weil es die Zufahrt zu ihrer Garage etwas erschwerte. „Irgendwann wird sie schon wieder wegfahren.“ Das hat sie zu ihrem Mann gesagt. Denn der hat Kirsten Sydlik gesehen, als sie das Auto dort abstellte.

Nachdem der blaue Fiesta nun aber rund drei Monate da stand, hat sie sich doch sehr gewundert: „Da stimmt doch was nicht“, dachte sie. Und damit lag sie mehr als richtig: Vor gut einem Monat hat die 57-Jährige sich dann zum ersten Mal bei der Polizei gemeldet. Hier habe man ihr gesagt, dass man da nichts machen könne, solange das Auto vorschriftsmäßig abgestellt sei, erzählt sie. Vor etwa 14 Tagen hat sie sich dann an eine andere Polizeistation gewandt. Diesmal schickte man eine Streife vorbei und die Beamten kontrollierten den Wagen. Sie hätten ihr dann mitgeteilt: „Das Auto hat TÜV, es ist versichert und es steht vorschriftsmäßig da“, sagt Strametz. Da könne man nichts machen. Als Strametz nun aber den Aufruf in der Zeitung las, hat sie sofort zum Telefon gegriffen, um den Spuk zu beenden.

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Auch Kirsten Sydlik war in der Zwischenzeit nicht untätig: Nachdem ihr Ergotherapeut ihr verboten hatte, sich wieder hinters Steuer zu setzen, hatte sie den Wagen in einer Seitenstraße für mehrere Wochen stehen lassen. Als sie das Auto schließlich wieder holen wollte, wurde ihr klar, dass sie sich den Straßennamen nicht gemerkt hatte.

Um das Auto wieder zu finden, verteilte sie Handzettel, suchte die Straßen ab, ihre Eltern schalteten eine Annonce und fragten bei der Polizei nach. Alles vergeblich. Die Polizei war offensichtlich nicht in der Lage, die beiden Anfragen zu verknüpfen.

Kirsten Sydlik jedoch ist froh, das Auto nun endlich wieder zu haben: „Mir ist ein ganzer Steinhaufen vom Herzen gefallen“, sagt die Lehrerin. „Und es ist alles da – auch der CD-Spieler.“ Mit einem großen Blumenstrauß und einem Umschlag hat sie sich bei Gudrun Strametz bedankt.

Einen kleinen Wermutstropfen gab es an diesem Tag aber doch noch. Rechts hinten hat das Auto inzwischen einen langen Kratzer. Kirsten Sydlik ist sich sicher: Der war vorher noch nicht da.

Angela Fuchs

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