Autos raus: Neue Pläne für Marienplatz und Dienerstraße

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Die Taxis sollen weg - statt an Marienplatz und Dienerstraße müssen sie weiter draußen halten, etwa am Rindermarkt oder im Tal. Der Bus darf weiter über den Platz.

München - Das Herz Münchens soll sicherer und ruhiger werden: Die Stadt will Autos - auch Taxis - weiter rausdrängen und Fußgängern und Radlern mehr Platz schaffen. So sehen die Pläne aus:

Ganz eilige Pedalritter sollen das Zentrum umkurven. Diesen Vorschlag will das Planungsreferat nach tz-Informationen demnächst dem Stadtrat unterbreiten und ein Jahr testen.

Die Taxis sollen weg - statt an Marienplatz und Dienerstraße müssen sie weiter draußen halten, etwa am Rindermarkt oder im Tal.

Autos, Taxis, Busse, Radler, Spaziergänger kreuz und quer. Mal gemischt, mal getrennt - das Durcheinander muss enden! Die neuen Regeln sollen wie aus einem Guss sein: Von Nord nach Süd soll es nur noch eine gemischte Fußgänger-Radl-Zone geben - von der Residenzstraße über die Dienerstraße, den Marienplatz bis zum Rindermarkt. Damit werden Autos vollständig aus Dienerstraße und Schrammerstraße verbannt, bislang kommt man in der Millionenstadt mit dem Wagen bis zum Rathaus.
Auch Taxis müssen nach dem Plan draußen bleiben: In der Dienerstraße fallen acht Plätze weg, am Marienplatz vor dem Kaufhaus Beck sind es sechs Plätze. Dafür sollen umliegende Stationen etwa im Tal, am Viktualienmarkt oder am Rindermarkt vergrößert werden. Ausnahmen gibt es nur für Lieferanten und Anlieger wie etwa den OB im Dienstwagen. Der Bus fährt weiter über den Marienplatz.

Einfahrt verboten: In Dienerstraße und Schrammerstraße sollen keine Autos mehr rein. Den Platz teilen sich Fußgänger und langsame Radler.

Für Fußgänger und Radler würde das „Mischprinzip“ gelten - sie haben mehr Platz, müssen ihn sich aber teilen. Auch die Regierung von Oberbayern hat keine Sicherheitsbedenken, wenn die Fußgänger Vorrang haben. Darum müssen die Radler Schritt-Tempo fahren - wie bereits in der Residenzstraße.Schnellstrampler bekommen dafür einen Radl-Highway: Sie werden zwischen Hofgarten, Sparkassenstraße und Viktualienmarkt zum Rindermarkt umgeleitet. Die Nord-Süd-Querung ist mit mehr als 14 000 Radlern am Tag die am stärksten befahrene Strecke der Stadt. Sie ist wegen ständig steigender Konflikte mit Fußgängern und Autoverkehr schon lange Thema im Stadtrat. Zuletzt hatte etwa SPD-Fraktionschef Alexander Reissl die Überprüfung der Taxi-Plätze beantragt. Jetzt will das Planungsreferat die Verbände und Kammern befragen und nach einjährigem Test die Ergebnisse auswerten. Darum baut die Stadt die Straßen zunächst wohl nicht um. Danach könnte die autofreie Zone zur Dauereinrichtung werden.

David Costanzo

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