Azubis: China spickt in Bayern

+
Arbeitsministerin Christine Haderthauer (CSU) machte sich ein Bild von der Busbildung bei BMW.

München - Berufsausbildung in Bayern - darum beneidet uns die halbe Welt. Inzwischen spicken sogar die Chinesen bei unseren Azubis, um das weißblaue System im Reich der Mitte zu kopieren.

"E ist ein Exportschlager" sagte Arbeitsministerin Christine Haderthauer (CSU) gestern bei einem Besuch im Ausbildungszentrum von BMW. Der Weltkonzern bildet junge Leute in 27 Berufen aus. Allein dieses Jahr stellte BMW 1089 neue Azubis ein, insgesamt lernen 3361 an den verschiedenen Unternehmensstandorten. Personal-Vorstand Harald Krüger: "Wir investieren heuer 180 Millionen Euro in Aus- und Weiterbildung."

Schon allein aus Eigeninteresse: Die Wirtschaft steuert auf einen Fachkräftemangel zu. "Eine hohe Qualität in der Ausbildung ist für uns eine Frage der Zukunftssicherung", so der Topmanager. Die Ministerin sieht’s genauso: "Nur mit Einwanderung geht’s nicht. Die Unternehmen müssen in die Ausbildung investieren."

Dabei will BMW auch neue Wege gehen. Ausbildungschef Manfred Theunert kündigte neue Konzepte an: "Unser Bildungssystem ist zu stark auf die Beseitigung von Schwächen ausgelegt. Wir müssen mehr in Modelle investieren, die die Stärken der jungen Menschen fördern." Dazu zähle auch, Azubis für Auslandsaufenthalte zu begeistern.

Andreas Beez

Auch interessant

Meistgelesen

Münchnerin (20) belästigt, begrapscht und beklaut
Münchnerin (20) belästigt, begrapscht und beklaut
U-Bahn-Attacke: Kolumbianische Studenten von Trio verprügelt
U-Bahn-Attacke: Kolumbianische Studenten von Trio verprügelt
Nach Hunde-Attacke: Jetzt spricht die Mutter von Isabelle (6)
Nach Hunde-Attacke: Jetzt spricht die Mutter von Isabelle (6)

Kommentare