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Stadt und Umland wachsen wie nie zuvor

Bevölkerung, Immobilien und Co: So verändert sich München

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München wächst wie nie zuvor

München - Geburten und Zuzüge sorgen für eine Bevölkerungsexplosion in und um München. Wie sich Bevölkerung, Wohnungsbau und Tourismus änderten:

Wenn es nur der ganzen Welt so gut ginge: München und sein Speckgürtel wachsen und wachsen wie nie zuvor. Geburten und Zuzüge sorgen für eine Bevölkerungsexplosion. Die Wirtschaft prosperiert und sogar der Wohnungsbau kommt langsam in Fahrt. Das belegen die neuesten Zahlen des Planungsverbandes Äußerer Wirtschaftsraum München:

Bevölkerung: Münchens Einwohnerzahl stieg von 2009 bis 2014 um 7,5 Prozent auf 1,43 Millionen. Der Speckgürtel wuchs um 3,8 Prozent auf 1,37 Millionen Menschen. Bayern wuchs „nur“ um 1,4 Prozent auf 12,69 Millionen Bürger.

Geburten: 2014 kamen 16.649 Münchner Kindl zur Welt, dem standen 10.769 Sterbefälle gegenüber. In ganz Bayern starben übrigens 10.184 mehr Menschen als geboren werden.

Zuzüge: 2014 zogen 125.902 Menschen in die Landeshauptstadt, nur 110.213 zogen weg, macht einen Zuwachs von 15.689 Menschen aus. In ganz Bayern liegt dieser Saldo bei 92.707.

Wohnungsbau: Zwischen 2009 und 2014 wurden in München durchschnittlich 5223 Wohnungen pro Jahr gebaut. 2014 waren es 6245. Pro Einwohner baute man in der Landeshauptstadt 4,4 Wohnungen pro 1000 Einwohner. Im Landkreis Erding waren es übrigens 5,5, in Landshut sogar 9,6!

So sah München Anfang der 70er-Jahre aus

München U-Bahn-Bau S-Bahn-Bau 70er Jahre
11 Uhr auf dem Marienplatz ist Zeit fürs Glockenspiel – keine Absperrung, keine Schnur, kein Gitter, kein Zaun trennte die Touristen unter dem Neuen Rathaus von der 30 Meter tiefen Baugrube des U- und S-Bahnhofes. Wie durch ein Wunder ist niemand hineingefallen, obwohl alle eine Viertelstunde lang nur nach oben blickten. © Heinz Gebhardt
München U-Bahn-Bau S-Bahn-Bau 70er Jahre
Die Baustelle auf dem Marienplatz. © Heinz Gebhardt
München U-Bahn-Bau S-Bahn-Bau 70er Jahre
Unter dem Marienplatz, noch ohne Zwischengeschoss: Eine Mega-Halle. © Heinz Gebhardt
München U-Bahn-Bau S-Bahn-Bau 70er Jahre
Ein Blick auf den Marienplatz. Bessergesagt Mariengrube. © Heinz Gebhardt
München U-Bahn-Bau S-Bahn-Bau 70er Jahre
Offene Baugrube von Schwabing zum Odeonsplatz: Die Straßenbahn fuhr auf riesigen Stahlträgern über das U-Bahn-Bauloch von der Münchner Freiheit bis zum Odeonsplatz, Autos durften mal links, mal rechts, mal gar nicht dahinschleichen und Fußgänger suchten sich selbst irgendeinen Wanderweg durch das Baumaschinenparadies. © Heinz Gebhardt
München U-Bahn-Bau S-Bahn-Bau 70er Jahre
Ohne Promis und Medienspektakel, dafür mit 1500 Dackeln und lustigen Münchnern feierte Oberbürgermeister Hans-Jochen Vogel das Ende der Baugrubenzeit und die Eröffnung der Fußgängerzone. © Heinz Gebhardt
München U-Bahn-Bau S-Bahn-Bau 70er Jahre
Das erste moderne Hochhaus Münchens steht längst unter Denkmalschutz: 1974 begann der Bau des 113 Meter hohen Hypo-Towers. Ein Höhepunkt! © Heinz Gebhardt
München U-Bahn-Bau S-Bahn-Bau 70er Jahre
Pünktlich zu Olympia wurde der 99,5 Meter hohe BMW-Vierzylinder fertiggestellt – hier ein Foto aus der Bauzeit. Während der Spiele musste er auf seinen Namen verzichten: Das BMW-Logo wurde abmontiert, weil die Olympiaveranstalter keine kostenlose Werbung duldeten … © Heinz Gebhardt
München U-Bahn-Bau S-Bahn-Bau 70er Jahre
Das kurioseste Bauwunder um 1970 war die Stachusbrücke, eine gewaltige Holzbrücke von der Bayerstraße zum Karlstor. Sie war der einzige Weg, um von einer Seite auf die andere zu kommen – und das zudem nur für Menschen, die gut zu Fuß waren. Für ältere Menschen, Behinderte und Kinderwagen: keine Chance! Bei Schneefall gesperrt, schlitterten und purzelten im Winter trotzdem alle hinüber und herunter. © Heinz Gebhardt
München U-Bahn-Bau S-Bahn-Bau 70er Jahre
Entweder ­wurden Absperrungen ignoriert und man schlüpfte durch jede sich bietende Baulücke, oder man setzte vorsichtshalber doch mal einen Bauhelm auf und spazierte einfach durch die Betonröhren. Die Münchner wussten sich halt zu helfen … © Heinz Gebhardt
München U-Bahn-Bau S-Bahn-Bau 70er Jahre
Auf dem ehemaligen Flughafen Oberwiesenfeld entstanden Olympiastadion und Olympiahalle. © Heinz Gebhardt
München U-Bahn-Bau S-Bahn-Bau 70er Jahre
Die Schuttberge drumherum mit den Trümmern des Zweiten Weltkriegs wurden begrünt und zum Erholungsgebiet Olympiapark. © Heinz Gebhardt

Wirtschaftskraft: Das Bruttoinlandsprodukt in München wuchs zwischen 2008 und 2013 in München um 16,3 Prozent! 94 Milliarden Euro wurden 2013 erwirtschaftet. Auf den einzelnen Erwerbstätigen umgerechnet sind das 91 807 Euro. Der Bayern-Durchschnitt liegt hier bei 71.209 Euro. Es geht aber auch mehr: In der Stadt Ingolstadt erwirtschaftete jeder Erwerbstätige durchschnittlich 136.933 Euro!

Tourismus: Auch bei den Gästeübernachtungen hat München Konkurrenz in der Provinz: Pro 1000 Einwohner wurden 9407 Übernachtungen gezählt, im Ostallgäu waren es 19.801, im Kreis Fürstenfeldbruck nur 1228.

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