Mädchen stirbt im Krankenhaus

Baby zu Tode geschlagen und geschüttelt

München - Missbrauch an einem Kleinkind: Offenbar hat ein Münchner seine 14 Monate alte Tochter geschlagen und geschüttelt, bis sie an ihren schweren Verletzungen starb.

Er behauptet, er habe nur spielen wollen – und habe deshalb seine 14-monatige Tochter so heftig geschüttelt. Doch das angebliche Spiel von Shoomoohk A. (32) führte am Freitag zum Drama in Neuperlach: Bewusstlos wird sein Baby ins Krankenhaus gebracht und stirbt dort wenig später. Gegen den Vater wurde am Mittwoch Haftbefehl erlassen.

Am Freitag gegen 13 Uhr bemerkt der Vater, dass sein Baby im Kinderbett blau angelaufen ist. Als die Mutter nachhause in die Neuperlacher Wohnung in der Kafkastraße kommt, ruft sie den Notarzt. Sofort wird das Mädchen in eine Münchner Klinik eingeliefert, doch die Versuche zur Wiederbelebung bleiben erfolglos. Die Kleine stirbt. Laut Polizei habe die Mutter nichts von der körperlichen Gewalt ihres Partners mitbekommen. Die zweite Tochter (3) sei unversehrt.

Wegen der unklaren Todesursache wurde noch am Freitag eine Obduktion angeordnet. Ergebnis: Das Mädchen hatte mehrere Rippenbrüche und Einblutungen am Kopf – Hinweise auf körperliche Gewalt gegen das hilflose Wesen.

In der Vernehmung durch die Mordkommission gab Shoomoohk A. zu, seine Tochter aus „erzieherischen Gründen“ einige Male heftig geschlagen zu haben. „Ganz einfach, weil sie so unartig war“, erklärte der Arbeitslose den Beamten. Er habe aber nicht die Absicht gehabt, dass das Mädchen Schaden nehme. Außerdem habe er sie beim Spielen heftig geschüttelt.

Die Staatsanwaltschaft erließ am Mittwoch Haftbefehl wegen Körperverletzung mit Todesfolge und Missbrauchs von Schutzbefohlenen.

cl, jam

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