Prozess gegen 25-Jährigen

Baby tot geschüttelt: Mann leugnet Absicht

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Davide D. auf der Anklagebank

München - Er soll einen 14 Monate alten Buben auf den Kopf geschlagen und geschüttelt haben, weil dieser ihm zu sehr quengelte: Vor Gericht hat der 25-Jährige nun Absicht geleugnet.

Ist er ein brutaler Babyschüttler oder wollte er das Kind seiner Freundin nur wachrütteln? Seit Freitag wird vor dem Münchner Landgericht gegen Davide D. (25) wegen gefährlicher Körperverletzung und Missbrauchs Schutzbefohlener verhandelt.

Nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft schlug und schüttelte der 25-Jährige am 5.Juli 2012 den 14 Monate alten Sohn seiner Lebensgefährtin, „vermutlich, weil er sich über die alterstypischen Laute ärgerte“. Davide D. leugnet das und ließ am Freitag zum Prozessauftakt von seinem Anwalt erklären, das Kind sei vom Sofa gestürzt. Um es aus seiner Bewusstlosigkeit zu wecken, habe er es in Panik leicht geschlagen und geschüttelt.

Eigentlich hätte Davide D. damals schon längst in Haft sein müssen: Er ist mehrfach vorbestraft, seine Bewährung war nach einem Überfall auf eine Tankstelle widerrufen worden. Seit seiner Jugend fiel er immer wieder durch Diebstahl und Körperverletzungen auf. Der Prozess dauert an.

Ann-Kathrin Gerke

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