Furchtbare neue Details

Baby-Mord in Zug: Mutter ging danach zum Essen

In diesem Zug wurde die Baby-Leiche gefunden.

München/Wien - Mutter des ermordeten Babys aus dem Railjet 68 ist gefunden und festgenommen worden. Zur Tat kommen immer mehr furchtbare Details ans Licht.

Die Kreditkarte führte die Polizei auf die richtige Spur: Kurz vor ihrer Abreise nach Prag hat die Wiener Polizei am Freitag die Mutter des ermordeten Babys aus dem Railjet 68 festgenommen!

Dienstagfrüh hatte ein Putzmann in München die Leiche des Kindes im Mülleimer der Zugtoilette gefunden. Bei der Mutter handelt es sich um eine südkoreanische Studentin (21), die in Paris lebt. Im Railjet 68 hatte sie am Montag heimlich ihr Baby zur Welt gebracht. Der Bub sei bei der Geburt schon tot gewesen: „Er hat nicht geschrien“, behauptete die Frau. Laut Obduktion war der Säugling jedoch kerngesund und hatte auch schon geatmet. Erst danach wurde das Kind erwürgt.

Ihre Schwangerschaft hatte die zierliche Koreanerin vor allen verborgen. Das Kind wollte sie angeblich zur Adoption freigeben. Obwohl der Geburtstermin schon überschritten war, trat sie mit einer Freundin eine Osteuropareise an. Ihr Interrail-Ticket bezahlte sie mit der Kreditkarte. Am 19. Mai bestiegen die Frauen um 15.10 Uhr in Budapest den Railjet 68 nach München. In Wien-Meidling stieg die Freundin aus. Kurz danach setzten offenbar die Wehen ein. Eine Stunde lang schloss sich die Studentin in der Toilette ein. Nach der Geburt beseitigte sie notdürftig alle Spuren. Dann setzte sie sich von St. Pölten bis Salzburg für zwei Stunden in den Speisewagen, sie hinterließ Blutflecken auf dem Sitz. Die Rechnung bezahlte sie mit der Kreditkarte. Anhand dieser Daten fand die Polizei heraus, dass sie am Freitagnachmittag mit ihrer Freundin ab Wien-Meidling nach Prag reisen wollte. Kurz vor der Abfahrt wurde sie nachmittags festgenommen und in die Haftanstalt Wien-Josefstadt gebracht. Ihr drohen bis zu fünf Jahre Haft. Das österreichische Strafgesetz billigt Müttern in manchen Fällen von Kindstötung eine Art „Ausnahmezustand“ für bis 24 Stunden nach der Geburt zu.

Dorita Plange 

Das furchtbare Tat-Protokoll

Budapest: Hier stiegen die beiden koreanischen Studentinnen am Montag um 15.10 Uhr in den Railjet 68 ein. Bereits in Wien trennten sich schon wieder ihre Wege.

Wien: Kurz nach dem Halt im Bahnhof Wien-Meidling schloss sich die Studentin mit Wehen in der Zugtoilette ein.

Linz: Eine Reinigungskraft stieg zu. Er fand Blut und schloss die Toilette ab. Das Baby im Abfalleimer sah er nicht.

Salzburg: Beim letzten Halt vor der deutschen Grenze wechselten die Zugbegleiter. Hier verließ die Frau den Speisewagen.

München: Um 22.55 Uhr kam der Zug hier an. Am Dienstag um 4.15 Uhr fand ein Putzmann das tote Kind in der Zugtoilette.

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