Das war "völlig unangemessen"

Zwei Jahre und neun Monate Haft für Babyschüttler

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Daniel A. muss in den Knast

München - Weil er ein Baby zu Tode geschüttelt und geschlagen hat, muss ein 25-Jähriger für zwei Jahre und neun Monate hinter Gitter. Das Gericht nannte seine Reaktion "völlig unangemessen".

Bevor das Urteil verkündet wird, wippt Daniel A. (Name geändert) nervös mit dem Fuß. Er legt die Hände vors Gesicht, atmet tief ein. Für den 25-Jährigen geht es um seine Freiheit: Er soll einen Buben(1) geschlagen, geschüttelt und dabei schwer verletzt haben (tz berichtete). Staatsanwalt Andreas Franck hat eine dreijährige Haftstrafe wegen gefährlicher Körperverletzung gefordert, Verteidiger Hanns Barbarino hingegen eine Geldstrafe.

Ein himmelweiter Unterschied – und Ausdruck dessen, wie sehr die Versionen der angeklagten Tat auseinander klaffen. Das Gericht glaubt schließlich die Daniels Geschichte, wonach das Kind vom Sofa gestürzt war und er es durch Schläge und Schütteln wieder zu Bewusstsein habe bringen wollen. Trotzdem: zwei Jahre und neun Monate Haft! Das Schütteln und die Schläge seien „völlig unangemessen“ gewesen.

A. K. Gerke

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