Badespaß in der Isar: Wo Schwimmen und Bootfahren erlaubt ist

Wo darf man in der Isar baden? Eine Grafik der Stadt München zeigt die Fluss-Abschnitte, an denen eine Abkühlung erlaubt ist.

München - Sonne tanken und Eis essen – da darf die Erfrischung im kühlen Nass nicht fehlen. Aber nicht überall ist das Schwimmen in der Isar erlaubt. Was Sie wissen sollten:

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Die Badesaison ist – dem sommerlichen Wetter sei dank – eröffnet. Viele Münchner wollen sich den Eintritt für die öffentlichen Freibäder sparen und Abkühlung lieber in der Natur genießen. Nicht überall jedoch ist das Schwimmen und Bootfahren erlaubt: Das städtische Referat für Gesundheit und Umwelt (RGU) informiert daher über die „Bade- und Bootverordnung“, die regelt, was möglich ist und worauf man besser verzichtet.

Die Münchner Badeseen auf einen Blick

Die Münchner Badeseen auf einen Blick

Baden in der Isar

Besonders beliebt ist bei den Münchnern der Badespaß an der Isar, aber nur an bestimmten Stellen darf es den auch geben: Im Süden ist das Baden im Bereich vom Flauchersteg über die Thalkirchner Brücke bis kurz vor dem Marienklausensteg auf beiden Isarseiten gestattet. Ebenfalls zum Baden genutzt werden kann der Abschnitt nach dem Marienklausensteg bis zum Ende des Stadtgebiets. Dasselbe gilt in der Innenstadt für das Ostufer von der Reichenbachbrücke bis zur Mitte zwischen Reichenbach- und Wittelsbacherbrücke. Ab der Braunauer Eisenbahnbrücke kann man auf beiden Isarseiten bis zur Wehranlage am Flauchersteg baden. Außerdem ist der Badespaß im Norden 200 Meter nach der Max-Joseph-Brücke bis 200 Meter vor dem Oberföhringer Wehr auf der Ostseite erlaubt.

Die Isar ist mit Schleusen, Triebwerkanlagen und Wehren versehen – unter anderem deshalb ist das Baden und Bootfahren nicht überall erlaubt. An Gefahrenzonen sind entsprechende Schilder angebracht. Aufpassen müssen Isarschwimmer auch bei Hochwasser. Weil die Fließgeschwindigkeit zunimmt, kann das Baden und Bootfahren gefährlich werden, auch wenn es nicht explizit verboten ist. Herumtreibende Gegenstände können zur Gefahr für Leib und Leben werden.

Das RGU strebt eine Ausweitung der legalen Bade- und Bootfahrbereiche an der Isar an. Weil in dem Fluss seltene Tierarten wie etwa der Biber leben, die auf der roten Liste geführt werden, muss zunächst eine sogenannte Flora-Fauna-Habitat-Verträglichkeitsuntersuchung durchgeführt werden. Die Ergebnisse sind voraussichtlich Ende 2011 zu erwarten – erst dann kann der Stadtrat über eine mögliche Ausweitung der Bereiche zum Baden und Bootfahren befinden. Badefreunde müssen sich also mindestens bis zur Saison 2012 gedulden.

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Bootfahren

Bootfahren ist auf der Isar nur teilweise erlaubt. Von Süden aus nach München kommend darf der Fluss ab dem Wehr Großhesselohe bis unterhalb der Thalkirchner Brücke und im Norden von der Max-Joseph-Brücke bis knapp oberhalb des Oberföhringer Wehrs mit dem Boot erkundet werden.

Surfen

Während Schwimmen und Baden an der Eisbachwelle und an der Floßlände verboten sind, dürfen die Surfer dort weiterhin ihrer Leidenschaft nachgehen. An der Eisbachwelle in der Nähe des Hauses der Kunst wurde das Surfen im Sommer 2010 legalisiert – das gilt allerdings nur für geübte Surfsportler. Anfänger können sich dagegen an der Floßlände testen. Das Surfen erfolgt an beiden Stellen auf eigene Gefahr.

Wasserqualität

Die Wasserqualität der Isar ist naturgemäß schwer zu kontrollieren: Weil es sich um einen Wildfluss handelt, kann es gerade bei starkem Regen zum Eintrag von Krankheitserregern kommen – und damit auch zu einem Infektionsrisiko für Badende. Um die Wasserqualität der Isar zu verbessern, wird während der Badesaison die Keimzahl durch die Behandlung des Wassers aus den Kläranlagenabläufen mit ultraviolettem Licht deutlich reduziert. Wem die Qualität des Isarwassers am Herzen liegt, der sollte außerdem keine Essensreste auf den Liegewiesen hinterlassen – und keine Wasservögel füttern.

Die Wasserqualität der sieben Münchner Badeseen wurde bei der jüngsten Überprüfung durch das RGU durchweg mit „sehr gut“ bewertet. Aus hygienischer Sicht ist das Baden daher an allen Münchner Seen möglich. Die Wasserqualität wird jeden Monat überprüft, das Umfeld der Seen wird in 14-tägigem Abstand kontrolliert. Nähere Informationen über das Baden in der Münchner Natur finden sich im Internet unter www.muenchen.de/isar und www.muenchen.de/badeseen.

Kristina Milz

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