Demo-Ticker zum Nachlesen

Lichterkette mit 15.000 Teilnehmern!

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Schlusskundgebung von Bagida.

München - Sechs Demonstrationen hätten es am Montagabend werden sollen - nur drei waren übrig geblieben. Mit einer Lichterkette haben 15 000 Münchner für Frieden und Toleranz demonstriert. Hier der Ticker zum Nachlesen.

<<AKTUALISIEREN>>

++ 21.30 Uhr: Die Schlusskundgebung ist zuende. Wir verabschieden uns damit auch. Sollte noch etwas Gravierendes passieren, erfahren Sie es natürlich noch hier.

++ 21.26 Uhr: Laut Polizei gibt es bisher zwei Festnahmen.

++ 21.23 Uhr: Eine Aussage haben wir dann doch noch. Michael Stürzenberger bezeichnet den Pfarrer der Matthäuskirche als Christenverräter, weil er vor zwei Wochen das Licht abgeschalten hat.

++ 21.14 Uhr: Jetzt spricht noch ein Bürger über den Ausverkauf des Christentums. Sie sehen, viel Gehaltvolles wird hier nicht mehr kommen.

++ 20.56 Uhr: Stürzenberger wird noch ein Versprechen los: "Nächstes Mal sind wir wieder mehr." Allerdings sprach er Anfang Januar davon, dass das Ziel sei, über 20.000 Menschen zu mobilisieren - wie in Dresden. Heute sind's 350.

++ 20.51 Uhr: Eine Festnahme gab es zu verzeichnen. Grund: Beleidigung. Bisher ist allerdings nicht bekannt, auf welcher Seite.

++ 20.43 Uhr: Es scheint schon Aufbruchsstimmung zu herrschen: Einzelne Bagida-Teilnehmer verlassen bereits die Veranstaltung.

++ 20.38 Uhr: Die Seitenstraßen werden jetzt deutlich voller mit den Lichterketten-Teilnehmern.

Goetheplatz wieder für den Verkehr freigegeben

++ 20.34 Uhr: Der Goetheplatz ist für den Verkehr wieder freigegeben.

++ 20.31 Uhr: Gute Nachrichten aus dem Neonazi-Lager? So etwas gibt's. Waren in den vergangenen Wochen teilweise hundert Neonazis da, so sind es heute nur zwölf bis 20. Die Polizei ist zufrieden. Jetzt beginnt auch die Abschlusskundgebung.

++ 20.28 Uhr: Am KVR hat sich lauter Gegenprotest aufgestellt. Bagida brüllt: "Deutschland den Deutschen!"

++ 20.27 Uhr: Jetzt gibt's offizielle Zahlen von der Polizei: 350 Bagida-Anhänger gegen 800 Gegner ringsherum in den Seitenstraßen.

++ 20.26 Uhr: An der Poccistraße ist der Gegenprotest eher verhalten.

++ 20.20 Uhr: Anwohner brüllen "Nazis raus", Bagida antwortet mit "Wir sind das Volk".

++ 20.18 Uhr: Bagida hat momentan starken Zulauf. Unsere Reporter schätzen die Zahl auf zirka 600.

++ 20.11 Uhr: Aber jetzt: Bagida zieht los!

++ 20.06 Uhr: Kommando zurück: Das waren nur ein paar Meter. Noch steht Bagida also. Ein Zug USK rennt im Laufschritt in Richtung Poccistraße, damit sie frei bleibt.

Videos der Demonstrationen

++ 19.56 Uhr: Wir haben noch ein Video, als Stürzenberger spricht und die Menge reagiert.

++ 19.54 Uhr: Stürzenberger bezeichnet den Islam als "Zeitbombe, die es zu entschärfen gelte".

++ 19.52 Uhr: Die Beamten haben außerdem gerade ein Plakat von Bagida beschlagnahmt. Grund: Verdacht auf Volksverhetzung.

++ 19.47 Uhr: Die Polizei hat die Zahl der Lichterkettenteilnehmer drastisch nach oben korrigiert. Die Beamten sprechen gegenüber unseren Reportern vor Ort von 15.000 Teilnehmern!

++ 19.46 Uhr: Geschafft! Die Kette war geschlossen. Die Schlange löst sich jetzt langsam wieder auf.

++ 19.42 Uhr: Auch am Sendlinger Tor stehen die Lichterkette-Teilnehmer - mit Wunderkerzen!

++ 19.38 Uhr: Michael Stürzenberger ist wieder am Mikrofon bei Bagida. Laut Polizei ist das Verhältnis jetzt 250 zu 600 aus Bagida-Sicht.

++ 19.34 Uhr: Und auch von der Sendlinger Straße ist gerade ein Video eingetroffen:

Empfangskomitee für Bagida.

++ 19.30 Uhr: Laut Polizei besteht die Lichterkette momentan aus 2500 Teilnehmern. Für Bagida gibt es derweil ein Empfangskomitee am Bahnhof Goetheplatz:

++ 19.26 Uhr: Ein erstes Video gibt's von der Lichterkette am St.-Jakobs-Platz:

++ 19.24 Uhr: Die Polizei musste einen Mann abführen, der randalierte und irgendetwas von Märtyern brüllte.

++ 19.23 Uhr: Für alle Stubenhocker hat unser Reporter Moritz Homann übrigens noch einen Tipp: "Die Lichterkette lässt sich weder mit Fotos noch mit Videos adäquat abbilden. Muss man erlebt haben."

++ 19.17 Uhr: An der Hackenstraße scheint die Lichterkette jetzt auch geschlossen zu sein.

++ 19.15 Uhr: Am Hauptbahnhof nimmt die Polizei gerade die ersten Neonazis in Empfang.

++ 19.14 Uhr: Bagida beginnt damit, am Goetheplatz aufzubauen. Momentan ist dort das Verhältnis Bagida:Gegner bei zirka 50:50.

1100 Polizisten sind heute im Dienst

++ 19.12 Uhr: 1100 Polizisten sollen heute bei den Demonstrationen für Ordnung sorgen.

++ 19.10 Uhr: Aus Richtung Sendlinger Tor wächst die Kette stetig. Jetzt hängt's aber gerade am Starbucks, Sendlinger Straße.

Der Jakobsplatz ist gut gefüllt.

++ 19.04 Uhr: Der Jakobsplatz ist mittlerweile proppenvoll. An der Hackenstraße klafft dagegen noch eine Riesenlücke.

++ 19.01 Uhr: Am Rindermarkt findet übrigens eine unabhängige Friedenskundgebung statt. Motto: "Montags Mahnwache. München für den Frieden".

++ 18.59 Uhr: Am Sendlinger Tor baut sich die Lichterkette bereits auf.

++ 18.53 Uhr: An der Matthäuskirche wird's dagegen schon voller, Publikum von jung bis alt. Das selbe Bild zeigt sich vor der Kirche St. Michael, ebenso am Forum für Islam.

++ 18.51 Uhr: Obacht! Der 58er Bus fährt in den nächsten beiden Stunden in beiden Richtungen überhaupt nicht. Bitte beachten!

++ 18.43 Uhr: Die Teilnehmerzahl am Marienplatz steigt auf zirka 200 Leute. OB Reiter: "Unglaublich toll, dass es gelingt, hier alle Religionen zusammen zu bringen."

Am Sendlinger Tor ist noch kaum etwas los.

++ 18.39 Uhr: Imam Benjamin Idriz: "Diese Aktion hilft, den Frieden zu bewahren."

++ 18.36 Uhr: Stürzen wir uns ins Geschehen: Die Zeremonie am Marienplatz beginnt, rund 50 Menschen haben sich bisher versammelt. Momentan sind da: Imam Benjamin Idriz, Erzpriester Apostolos Malamoussis, Stadtdekanin Barbara Kittelberger, Pater Kern und Bürgermeister Dieter Reiter mit Frau. Reiter bekam erst mal ein Feuerzeug gereicht.

Muegida hat abgesagt

++ 18.14 Uhr: Auf Twitter schreibt @neun74: "Auf geht's zur Friedenskette München, nächstes Mal bitte im Sommer ohne Schnee, Kälte."

++ 17.59 Uhr: Vor Ort ist es noch ausgesprochen ruhig. Dann verweisen wir doch mal kurz auf unsere Berichterstatter, die uns auch über Twitter auf dem Laufenden halten:

++ 17.31 Uhr: München ist bunt hat übrigens deshalb abgesagt, weil Muegida ihre Veranstaltung nicht durchführen werden. Dazu wollte man die Gegenveranstaltung sein. Nichtsdestotrotz rufen sie zur Unterstützung des Bagida-Protests auf.

++ 17.25 Uhr: Am Goetheplatz wird schon gesperrt.

++ 17.16 Uhr: Jetzt gibt's auf Twitter auch noch die Route visualisiert:

++ 16.29 Uhr: Die Friedenskette wird heute fünf Gotteshäuser miteinander verbinden: die Matthäuskirche, Ohel Jakob, das Münchner Forum für Islam, St. Michael und die Salvatorkirche.

++ 16.17 Uhr: Wie die MVG gerade mitteilt, kann es ab zirka 19 Uhr bei allen Bus- und Trambahnlinien, die die Innenstadt berühren, zu größeren Verspätungen kommen. Einzelne Linien müssen eventuell sogar kurzfristig unterbrochen werden.

Tausende Menschen werden am Montagabend in München erwartet. Einerseits zur Demo von und gegen Bagida sowie zur Friedenskette, die einige Gotteshäuser miteinander verbinden soll - als Zeichen der Toleranz und Gemeinschaft. Um 19 Uhr stellen sich die Teilnehmer der Friedenskette auf, um 19.10 Uhr sind Friedensgrüße vor den Gotteshäusern geplant, und um 19.35 Uhr soll die Kette geschlossen sein und leuchten! Die "Initiative gegen Bagida" hat laut Pressemitteilung lediglich den Ort geändert. Somit treffen sich die Mitglieder jetzt am Goetheplatz. Die Polizei hat indes bereits darauf hingewiesen, dass es auf den Buslinien 58 und 62 auf der Lindwurmstraße zwischen Pocci- und Ruppertstraße (wie auch am Goetheplatz) zu Behinderungen und Umleitungen ab 16 Uhr kommen kann. Grundsätzlich ist von 17 bis 21 Uhr im Innenstadtbereich mit Verzögerungen zu rechnen.

Nicht stattfinden werden am Montagabend folgende Demos:

- Muegida am Odeonsplatz

- "München ist bunt" am Geschwister-Scholl-Platz

- "München ist bunt" am Platz der Opfer des Nationalsozialismus

Anton Hirschfeld/Johannes Heininger

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