Am kommenden Montag

Bunte Gegendemo: Mit Fasching gegen Bagida

München - Kaum hat Bagida mit hoher Beteiligung von Rechtsextremen am Montag seinen ersten Münchner Marsch absolviert, steht am nächsten Montag der nächste ins Haus – genau wie die Gegendemonstration.

Das breite Bündnis für die Gegendemo hat sich bereits formiert: Kaum hat Bagida mit hoher Beteiligung von Rechtsextremen am Montag seinen ersten Münchner Marsch absolviert, steht am nächsten Montag der nächste ins Haus – genau wie die Gegendemonstration. Doch eine Sache wird dieses Mal etwas anders: „Es soll eine Faschingsveranstaltung werden“, sagte Grünen-Stadtrat Dominik Krause dem Münchner Merkur. Offenbar sollen auch wieder Musiker auftreten. Politische Reden würden wohl etwas in den Hintergrund rücken, hieß es gestern.

Auch der zweite Münchner Pegida-Ableger namens Muegida ist am kommenden Montag wieder unterwegs. „Es kann keiner mehr sagen, dass er nicht weiß, mit wem er marschiert“, so Micky Wenngatz vom Bündnis „München ist bunt“ über die Bagida-Leute, die wieder vom Sendlinger Tor zum Stachus marschieren wollen. Nach tz-Informationen hat Bagida bis Mitte Februar für jeden Montag Märsche angemeldet.

In dieser Woche waren 20.000 Münchner für Freiheit und Toleranz auf die Straße gegangen – dem Pegida-Zug waren derweil 1500 Menschen gefolgt. In den ersten Reihen bestrafte Volksverhetzer. Etwa war Holocaust-Leugner Johannes Lerle mit einem Plakat vertreten. Auch André E., einer der Angeklagten im NSU-Prozess, der auf seiner Brust „Die Jew Die“ tätowiert hat („Stirb Jude Stirb!“), war dabei – genau wie der wegen des geplanten Attentates auf die Synagogen-Grundsteinlegung verurteilte Karl-Heinz Statzberger. Er griff einen Gegendemonstranten an. Auch viele rechstextreme Parteikader marschierten mit. Bagida hat sich nach wie vor nicht von NPD & Co. distanziert. Die ebenfalls islamfeindliche Muegida kritisiert die Vereinnahmung von Pegida & Co. durch rechte Parteien – und ruft selbst zu einem „Spaziergang“ auf.

Das Bündnis für die Gegendemo steht. Bei „München ist bunt“ laufen die Vorbereitungen für die „NOBAGIDA“-Kundgebung am Montag. Und am 2. Februar ist eine Lichterkette der Religionen geplant.

Die Demos

NoBagida: 18.00 Uhr Kundgebung am Sendlinger Tor

Bagida: 19.00 Uhr Zug vom Sendlinger Tor zum Stachus

Muegida: 18.30 Uhr Marsch ab der Giselastraße

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Rubriklistenbild: © Jantz

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