Stück einer Fliegerbombe am Bahnhof Moosach

S-Bahn-Ärger! Bomben-Teil legt Bahnverkehr in München lahm - Fahrgäste brauchen starke Nerven

Im Schotter kaum zu erkennen: Dieses Teil gehörte mal zu einer Fliegerbombe.
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Im Schotter kaum zu erkennen: Dieses Teil gehörte mal zu einer Fliegerbombe.

Bei der S-Bahn und der Regionalbahn kam es am Freitag zu massiven Verspätungen und Zugausfällen. Schuld war ein winziger, unscheinbarer Gegenstand aus Metall.

München - Mitarbeiter der Bahn hatten das verrostete kleine Teil (siehe Foto) am Morgen im Schotter der Gleise nahe dem Bahnhof Moosach* gefunden. Bombenexperten kümmerten sich um die potentielle Gefahr, der Bahnhof wurde gesperrt.

Fahrgäste erfuhren um kurz nach 8 Uhr zunächst nur, dass die S1 Freising/Flughafen zum Hauptbahnhof* „aufgrund einer technischen Störung“ ohne Halt von/nach Moosach verkehre. Kurz vor zehn Uhr meldete der DB Streckenagent, dass die „Entschärfung einer Bombe“ der Grund für die Störung sei. Die S 1 aus Richtung Freising/Flughafen verkehrte nur noch bis Feldmoching und wendete dort. Reisende direkt zum Flughafen sollten die S8 nehmen. Von/nach Feldmoching sollten sie auf die U2 umsteigen.

Bomben-Teil im Gleisbett sorgt für Verspätungen und Zugausfällen

Der Regionalverkehr wurde um den Bahnhof Moosach herumgeleitet. Auch tz-Redakteur Oliver Menner (54) war hier einer der Leidtragenden: Er wollte eigentlich mit der Regionalbahn aus Freising zum Hauptbahnhof fahren. „Ich kam über eine Stunde zu spät in die Arbeit.“

Signalstörung, Streckensperrung: Am Freitag gab es mal wieder massiven Bahn-Ärger in München

Um 10.27 Uhr meldete die Bahn, dass ein Schienenersatzverkehr mit Bussen zwischen Feldmoching und Laim eingerichtet wurde. Und erst eine Stunde später, um 11.34 Uhr, hieß es: „Die Beeinträchtigungen durch die Entschärfung einer Fliegerbombe im Raum München-Moosach sind beendet.“ Die Züge fuhren dann zwar wieder „auf der geplanten Strecke mit allen geplanten Halten“, dennoch kam es noch weiter zu Verzögerungen. Erst um kurz vor halb zwei Uhr hieß es, die Beeinträchtigungen seien beendet.

Bomben-Teil entpuppt sich als „völlig harmlos“

Die Polizei* erklärte am Freitag, dass der Fund in Moosach keine gefährliche Bombe gewesen sei: „Wie sich herausgestellt hat, ist das Teil völlig harmlos.“ Es stammte womöglich von einer Bombe, die im Zweiten Weltkrieg detoniert war, seitdem schlummerte es im Gleisbett. Dennoch hatte man zunächst von einer Gefahr ausgehen müssen.

Der Bomben-Ärger war nicht der einzige S-Bahn*-Ärger am Freitag: Auch an der Stammstrecke gab es Verspätungen – auch wieder just im morgendlichen Berufsverkehr. „Gegen 8 Uhr kam es zu einer Störung der Signaltechnik“, so ein Bahn-Sprecher. „Dadurch konnten wesentlich weniger Züge durch die Stammstrecke fahren, es kam zum Rückstau.“ Gegen 10 Uhr sei die Störung dann behoben worden, es kam aber noch circa ein bis zwei Stunden lang zu Folgeverzögerungen. Der Sprecher der Bahn betonte: „Wir möchten uns bei allen Fahrgästen entschuldigten.“ *tz.de/muenchen ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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