Drei Störungen am Mittwochmorgen

So erklärt die Bahn das Weichenchaos

München - Alle Jahre wieder kommt der Winter, alle Jahre wieder kommen die winterlichen Störungen bei der Bahn. Warum die trotz guter Vorbereitung nicht auszuschließen seien, erklärt ein Sprecher der Bahn.

"Natürlich fragt man sich, warum ist die Bahn nicht auf die Witterung vorbereitet, warum ist es immer wieder dasselbe?", sagt der Sprecher der Bahn. Doch auch die beste Vorbereitung schütze nicht davor, dass der Wintereinbruch zu Problemen auf den Gleisen führt - so wie am Mittwochmorgen. "Da gab es drei Störungen, eine in Haar, eine bei Riem und eine bei Pasing." Letztere legte dann auch die Stammstrecke kurzfristig lahm.

An der Kälte liege es grundsätzlich nicht, zumal die wichtigsten Weichen über Heizungen verfügen, "und die funktionieren auch". Allerdings brauche der Weichenantrieb, der die Weichen bewegt, im Winter mehr Kraft. "Bei einigen Weichen muss im Betrieb nachjustiert werden, wenn die Kraft nicht ausreicht", erklärt der Sprecher. Denn: Alle Weichen geben Signal, wenn die sogenannte Weichenzunge ordnungsgemäß angeschlossen ist. "Gibt es kein Signal, wird nicht gefahren. Da gehen wir auf Nummer sicher."

Ein Mitarbeiter muss dann schnellstmöglich an die betreffende Weiche, sicherstellen, dass keine Fremdkörper wie Steine oder Eisbrocken die Weiche blockieren. Wenn dem nicht so ist, bekommt der Weichenmotor etwas mehr Kraft.

Mit Vollkraft werden die Weichen aus einem einfachen Grund nicht gefahren, wie der Bahnsprecher sagt: "Es wäre schlicht und ergreifend Energieverschwendung."

kb

Rubriklistenbild: © mzv-mm

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