Jeder zweite Regionalzug rollt

Zum Bahn-Streik kam am Sonntag auch noch ein Feueralarm

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Trotz Lokführerstreik: In Bayern rollen die Hälfte aller Regionalzüge.

München - Und schon wieder streikt die GDL: Für insgesamt 50 Stunden legen die Lokführer am gesamten Wochenende ihre Arbeit nieder - so lange wie noch nie zuvor. "Die GDL läuft Amok", heißt es dazu bei der Bahn.

Los ging's mit dem Bahn-Streik im Personenverkehr in der Nacht auf Samstag um 2 Uhr. Das Ende ist erst für Montagmorgen, 4 Uhr, vorgesehen. Im Güterverkehr wurde sogar schon ab Freitag, 15 Uhr, die Arbeit niedergelegt.

+++ Die DB Schenker Rail, die bei der Bahn für den Güterverkehr zuständig ist, hat am Sonntagabend mitgeteilt, dass der bundesweite Streik im Schienengüterverkehr zu starken Beeinträchtigungen geführt hat. Ab Montag werde mit "Hochdruck am Abbau der rückgestauten Züge" gearbeitet. Es sei jedoch damit zu rechnen, dass es bis Mitte der Woche zu streikbedingten Beeinträchtigungen kommt.

+++ Feueralarm am Hauptbahnhof: Die Bahn meldet, dass gegen 15.05 Uhr ein Alarm ausgelöst worden ist - aus bislang noch unbekannter Ursache. Das teilt die Feuerwehr München mit, die zwar ausgerückt ist, dann aber wieder abzog, weil es keinen Brand zu löschen gab.

Die Sperrung des Hauptbahnhofs ist bereits wieder aufgehoben, der Zugverkehr wird wieder aufgenommen.

+++ Der Ausstand der Lokführer hat am Samstag nicht - wie befürchtet - zum Chaos bei reisenden Fußballfans geführt. Ganz im Gegenteil: Denn normalerweise quillt der Münchner Hauptbahnhof über, wenn der FC Bayern spielt. Nicht so am Samstag: Die Bundespolizei berichtet, dass es sehr ruhig gewesen ist. Die Sportfreunde sind auf Bus oder Auto umgestiegen, um das 6:0 der Bayern gegen Werder Bremen zu sehen.

Nach Bahn-Streik: Nun streiken die Lufthansa-Piloten

+++ Das Wort "Streik" bleibt in der kommenden Woche weiterhin Thema - auch wenn die GDL, wie Claus Weselsky versprochen hat, nun mindestens sieben Tage arbeiten möchte. Ab Montagmittag legen dafür die Piloten der Lufthansa ihre Arbeit nieder und zwar bis Dienstag um kurz vor Mitternacht.

+++ GDL-Chef Claus Weselsky zwitschert auch am Sonntag wieder heiter-fleißig über den Streik seiner Gewerkschaft - jedenfalls auf seinem Fake-Account auf Twitter (@ClausWeselsky) und unter dem Motto "Die Bahn bin ich":

+++ Ging bei der Urabstimmung der GDL alles mit rechten Dingen zu? Ja, sagt die Gewerkschaft, "alles rechtens und absolut wasserdicht".

+++ Die Live-Auskunft der Deutschen Bahn auf deren Homepage scheint während des Streiks zu funktionieren: Wie eine Pendlerin unserer Online-Redaktion mitteilt, hat auf der Strecke von Augsburg nach München am Sonntagmorgen alles reibungslos geklappt - die Züge, die laut Auskunft fahren sollen, fahren!

Hier finden Sie weitere Informationen der Bahn.

+++ Fernbus, Auto oder doch lieber gleich fliegen? Hier gibt's Tipps, um das Streik-Wochenende in München mit möglichst wenig Stress zu überstehen.

+++ Sieben Tage Streikpause - das hat GDL-Chef Claus Weselsky in Aussicht gestellt. "Ich denke, dass wir über die nächste Woche reden und dass wir dort eine Pause einlegen von mindestens sieben Tagen", sagte Weselsky am Samstagabend im ZDF-"heute-journal". Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) forderte Bahn und GDL indes erneut auf, den festgefahrenen Tarifkonflikt schnell zu entschärfen.

+++ Übermäßig viele Fernbusse sind auf Bayerns Straßen unterwegs. Wie unser Frühdienst berichtet, rollten morgens um 7 Uhr allein sechs verschiedene Busse über die A8 und durch München - wesentlich mehr als sonst.

Bahn-Streik: Das passierte am Samstag

+++ Viele genervte Bahn-Kunden haben ihrem Frust am Samstag bei Twitter Luft gemacht. Wir haben einige der unterhaltsamsten #Bahnstreik-Tweets für Sie herausgepickt.

+++ Die Sperrung auf der Linie S1 zwischen Moosach und Feldmoching wurde wieder aufgehoben.

+++ Nicht nur der Streik behindert die S-Bahn, sondern auch Personen im Gleis. Die Linie S1 musste deshalb auf der Strecke Moosach - Feldmoching gesperrt werden, meldete die Bahn um 17.07 Uhr. Die Züge würden derzeit an den Bahnhöfen zurückgehalten und warten dort die Dauer der Sperrung ab.

+++ Während wegen des Streiks bei der Bahn am Samstag in Bayern nur jeder dritte Fernzug fuhr, sah es im Nahverkehr schon deutlich besser aus: Die Hälfte aller DB-Züge war trotz Arbeitskampf im Einsatz. Ein Bahnsprecher sagte: „Der Ersatzfahrplan ist relativ stabil in Bayern“. Die meisten S-Bahnen in München und Nürnberg fuhren im Stunden-Takt. Zum Münchner Flughafen verkehrte die S8 ab Pasing halbstündlich. Im Regionalverkehr kamen auf einigen Strecken auch Busse zum Einsatz, beispielsweise in der Region Murnau und Oberammergau.

+++ Der Streik bei der Bahn hat die Anreise vieler Fußballfans zum Spiel FC Bayern München gegen Werder Bremen behindert. Während an anderen Spieltagen die Fans scharenweise durch den Münchner Hauptbahnhof strömen, blieb der große Andrang am Samstag aus. Deshalb waren vor allem Anhänger des FC Bayern zu sehen, die mit Privatbahnen aus dem Münchner Umland, dem Allgäu oder der Oberpfalz ankamen. Viele Zuschauer seien auf Busse und Autos umgestiegen, sagte ein Polizist.

Bahn-Streik: So ist die Lage am Hauptbahnhof in München

+++ Das Chaos ist zumindest am Hauptbahnhof in München bislang ausgeblieben. Die Verkäuferinnen in der Bahnhofshalle berichtet, dass es heute sogar ungewöhnlich ruhig sei. Viele Einzelhändler am Hauptbahnhof müssen durch den Streik hohe finanzielle Einbußen in Kauf nehmen. Die Frau, die für die Bahn per Lautsprecher die Zugausfälle verkündet, lässt keinen Zweifel daran, wer die Schuld am Streik trägt: "Der RE nach Passau fällt leider aus. Der Grund dafür ist der Streik der GDL." Wenig später: "Der ICE nach Essen fällt leider aus. Der Grund dafür ist der Streik der GDL." Kurz darauf: "Der RB Richtung Donauwörth fällt leider aus. Der Grund dafür ist der Streik der GDL."

Die einzigen, die dem Streik etwas Positives abringen können, sind die Autovermieter und Fernbus-Anbieter. Bei beiden ist im Vergleich zu sonst so einiges los. Und manche Bahn-Kunden entdecken in der Not ein neues Verkehrsmittel: "Wir wollen zum Gardasee und steigen in Innsbruck um. Wir mussten spontan umdisponieren, aber das mit dem Bus ist super. Viel billiger auch", berichtet ein Fahrgast am Zentralen Omnibusbahnhof in München. Dann schaut er seine Frau an: "Das machen wir jetzt immer! Eigentlich müssten wir den Lokführern danken."

Das Angebot der Bahn und wie die GDL darauf reagierte

+++ Der GDL-Chef Claus Weselsky hat am Samstag eine Einschätzung zum Bahn-Streik abgegeben und gibt sich sehr zufrieden: "Zahlreiche Zugausfälle im Güter- und Personenverkehr und eine hohe Streikbeteiligung unter den Lokomotivführern und Zugbegleitern zeigen eines sehr deutlich: Das Zugpersonal ist in hohem Maße solidarisch untereinander und steht in dieser Auseinandersetzung fest zusammen. Der Versuch der Deutschen Bahn, die Beschäftigen durch das unablässige Werfen von Nebelkerzen zu spalten ist erneut kläglich gescheitert."

Er wetterte erneut gegen die Bahn, die der GDL am Freitag in einem Schreiben (hier im PDF-Format) folgendes mitgeteilt habe: "Leider mussten wir feststellen, dass die GDL-Führung offenbar entschlossen ist, so lange streiken zu lassen (…) bis die DB ohne Wenn und Aber zusätzlich auch Ihre Forderungen auf Ausweitung des Organisationsbereichs der GDL akzeptiert. Dazu wird es jedoch nicht kommen, weil wir (…) bestimmte Grundpositionen nicht aufgeben (…)." Mit diesen Worten habe die Bahn ihre "öffentlichen Bekundungen zur Gesprächsbereitschaft als das was sie sind", so Weselsky, "rhetorische Luftnummern ohne jede belastbare Substanz." Die GDL antwortete mit diesem Schreiben (bitte hier klicken) auf das Angebot der Bahn.

Jetzt streiken sie wieder, die Lokführer: Diesmal wird der Personenverkehr gleich für 50 Stunden lahmgelegt – in ganz Deutschland.

+++ Angesichts des Machtkampfs im Tarifstreit bei der Deutschen Bahn wächst die Kritik an der Lokführergewerkschaft GDL. "Bislang haben die Gewerkschaften in Deutschland immer Augenmaß bewiesen und deshalb haben wir auch die wenigsten Streiks. Aber diese Haltung beginnt sich zu drehen", sagte der arbeitsmarktpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Karl Schiewerling, dem Nachrichtenmagazin "Focus" laut einem Vorabbericht von Samstag. Er glaube nicht, dass die Bürger den Machtkampf der Lokführer noch lange hinnähmen.

Bahn-Streik pünktlich zu den Herbstferien: Sieben Bundesländer starten

+++ Nix geht übers Wochenende. Diesmal sind also nicht die Pendler, sondern Ausflügler, Ferienreisende und viele Fußballfans dazu verdonnert, wartend am Gleis zu stehen. Ferienreisende? Ja, in sieben deutschen Bundesländern gehen am heutigen Samstag die Herbstferien los, in zwei Bundesländer enden die Ferien. Genau deshalb haben die Lokführer auch diesen Zeitraum für ihre Aktion gewählt.

+++ Und die Anhänger des TSV 1860 München? Sie spielen am Sonntag in Aue. "Aber bei uns fahren zu diesem Spiel die meisten eh mit dem Auto oder per Bus", so Christian Poschet vom Löwenfanklub Hohenschwangauer Hof. "Ein paar werden sich umstellen müssen." Das muss sich wohl an diesem Wochenende jeder Reisende. Auch wer zum Flughafen muss, sollte sich früh um eine Fahrmöglichkeit kümmern.

+++ Da heute Fußball-Spiele in der 1. und 2. Bundesliga ausgetragen werden, werden auch zehntausende Fußballfans Opfer des Streiks. Auch für das Heimspiel des FC Bayern gegen Werder Bremen werden Konsequenzen befürchtet.

Wichtige Tipps zum Bahn-Streik, die Sie kennen sollten:

Wenn mein Zug nicht fährt, bekomme ich das Geld für mein Ticket zurück? Ja. Vom Streik betroffene Fahrgäste können sich ihre Fahrkarte und Reservierung kostenlos erstatten lassen. Möglich ist das in den DB- Reisezentren.

Fährt mein Zug doch? Möglicherweise ja. Die Bahn stellt nach eigenen Angaben einen Ersatzfahrplan auf. Einige Verbindungen im Regional- und Fernverkehr können trotz des Streiks stattfinden. Bahngäste können auf www.bahn.de/liveauskunft prüfen, ob ihr Zug abfährt. Auch unter der kostenlosen Servicehotline 08000/99 66 33 erhalten Fahrgäste Informationen.

Welche Entschädigung bekomme ich bei Verspätungen? Einen Teil des Ticketpreises bekommen Bahnreisende zurück, wenn sich ein Zug wegen eines Streiks um mehr als 60 Minuten verspätet. Die Bahn kann in diesem Fall nämlich keine höhere Gewalt mehr geltend machen.

Bahn-Streik: So sollen die Züge in Bayern fahren

+++ Die Lokführer-Gewerkschaft GDL hat am Samstagmorgen den zweitägigen Streik im Personenverkehr der Bahn begonnen. Betroffen sind Fern-, Regional- und S-Bahn-Verkehr. In Bayern fahren rund ein Drittel der Züge im Fernverkehr und etwa jeder zweite Regionalzug, wie ein Bahn-Sprecher in München sagte. „Es gibt auch Lokführer, die nicht streiken.“

Auf Nebenstrecken kommen punktuell auch Busse zum Einsatz, beispielsweise im Bereich Murnau und Oberammergau. Dort sind dem Sprecher zufolge wochentags vor allem Schüler mit der Bahn unterwegs und an den Wochenenden entsprechend weniger Passagiere.

Die Menschen seien auf den Streik vorbereitet gewesen, das habe sich am Morgen auf den Bahnhöfen gezeigt, sagte der Bahn-Sprecher. In München stand in der Nacht ein zum Hotelzug umfunktionierter Nachtzug bereit für Reisende, die nicht weiterkamen. „Der Zug war nicht ganz belegt.“

Vor dem Bahn-Streik: Die Ereignisse vom Freitag zum Nachlesen

+++ Die GDL hält am angekündigten Streik fest. Das neue Tarifangebot der Bahn lehnte die Gewerkschaft ab. Es sei nicht geeignet gewesen, um in Verhandlungen einzusteigen, GDL-Chef Claus Weselsky mit. "Der Arbeitgeber versucht, die Solidarität der GDL-Mitglieder untereinander auszuhebeln, was wir aber nicht zulassen werden." Die Bahn verweigere nach wie vor inhaltliche Verhandlungen für das gesamte Zugpersonal in der GDL.

+++ Lohnt es sich überhaupt, am Wochenende in den Zug zu steigen? Hier lesen Sie die wichtigsten Infos zum Streik der Bahn.

+++ Ob die GDL überhaupt noch ihre Beliebtheit steigern kann? Die User auf Twitter haben sich darüber einige Gedanken gemacht - die sind mitunter bitterböse.

+++ Der Streik der Bahn trifft nicht nur Urlauber und Wochenend-Pendler. Auch jede Menge Fußball-Fans müssen sich Alternativen überlegen, um in die Stadien zu kommen.

Bahn-Streik: Noch keine Informationen von der GDL

+++ Die Bahn teilt zum Streik auf ihrer Homepage mit: "Zuggebundene Fahrkarten für Samstag und Sonntag können auch bereits für Freitag gültig geschrieben/anerkannt werden.

Im Nahverkehr der Deutschen Bahn (einschließlich den S-Bahnen) wird es während des kompletten Streikzeitraums zu Ausfällen und Verspätungen kommen."

Weiter schreibt die Bahn: "Da die GDL erneut keine Informationen über die bestreikten Züge zur Verfügung stellt, bittet die DB um Verständnis, dass Auskünfte über Ausfälle und mögliche Ersatz- oder Alternativverkehre während dem offiziellem Streik erst nach Streikbeginn möglich sind."

+++ München und das Umland werden von dem insgesamt 50 Stunden dauernden Bahn-Streik wohl wieder mit voller Wucht getroffen werden, heißt es bei der Gewerkschaft der Lokführer (GDL). Dort sieht man ein ähnliches Szenario wie am vergangenen Mittwoch.

So hart wird der Streik München und die S-Bahn treffen

+++ Uwe Böhm, Bezirksvorsitzender der GDL in Bayern, vermutet, dass bei diesem Bahn-Streik im Münchner Umland deutlich mehr Fahrgäste betroffen sein werden. Einfach aus dem Grund, weil der neue Streik am Wochenende wesentlich länger dauert. Deswegen arbeitet die Bahn gerade an einem Notfallplan. "Die größeren Regionalstrecken von München nach Nürnberg oder nach Augsburg oder nach Regensburg werden dadurch wohl abgedeckt werden", sagt Uwe Böhm. Das heißt: Dort werden Ersatzzüge fahren.

Anders sieht es auf den kleineren Strecken zu kleineren Bahnhöfen aus und das betrifft dann auch die Münchner S-Bahn. "Der Betrieb auf der Stammstrecke wird auch laufen", vermutet Uwe Böhm. An allen anderen Haltestellen sei aber durch den Bahn-Streik mit Ausfällen zu rechnen.

Und auch im Fernverkehr vermutet der Bezirksvorsitzende der GDL ein ähnliches Szenario wie beim Bahn-Streik Mittwoch in München. "Jeder zweite Zug sollte am Mittwoch fahren. Am Ende fuhr dann jeder dritte. Das könnte auch am Wochenende wieder so sein", sagt Uwe Böhm.

+++ "Es reicht! Der Tarifkonflikt bei der Eisenbahn hat eine unerträgliche Zuspitzung erfahren", sagt sagt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste zum erneuten Bahn-Streik. "Die Tarifparteien müssen unverzüglich, also noch vor Streikbeginn, an den Verhandlungstisch zurückkehren und diesen Streik abwenden! Jetzt ist ein Zeitpunkt erreicht, wo sich auch die Politik kümmern muss. Der Bundesverkehrsminister kann sich nun nicht mehr aus der Verantwortung davonstehlen."

Bahn-Streik: Hotline ab Freitag, 13 Uhr

+++ Mit dem erneuten Streik bei der Bahn hat die Lokführergewerkschaft GDL aus Sicht der Deutschen Bahn jedes Maß verloren. "Die GDL läuft Amok", heißt es am Freitag in einer Erklärung der Bahn in Berlin.

+++ Die Bahn erinnert weiter daran, dass am Samstag und Sontag in rund der Hälfte der Bundesländer die Schulferien beginnen oder zu Ende gehen. Ohne Not würden Millionen von Menschen durch den Bahn-Streik die Ferien verdorben. Es werde immer deutlicher, dass es nicht um die Interessen der Lokomotivführer gehe, "sondern um Allmachtsfantasien eines Funktionärs". Die Bahn bezieht sich damit auf den GDL-Vorsitzenden Claus Weselsky.

+++ Die Deutsche Bahn selbst hat auch erst am Freitagmorgen vom erneuten Streik am Wochenende erfahren. Momentan werde intensiv an einem Ersatzfahrplan gearbeitet, heißt es auf der Homepage. Ab Freitag, 13 Uhr, ist eine kostenlose Hotline mit ersten Informationen freigeschaltet.

Die Nummer: 08000 99 66 33

Bahn-Streik: "GDL tut alles lieber als streiken"

Müssen sich Pendler nun darauf einstellen, dass die Gewerkschaft der Lokführer alle paar Tage zum Bahn-Streik aufrufen wird? Stefan Mousiol, Pressesprecher der GDL, sagt dazu im Gespräch mit unserer Online-Redaktion: "Die GDL tut alles andere lieber als streiken. Und wenn uns die Deutsche Bahn ein Signal zu Verhandlungen gibt, ist es damit auch vorbei."

In einer Pressemitteilung zum Bahn-Streik, den die GDL Erzwingungsstreik nennt, erklärt die Gewerkschaft ihren erneuten Schritt: "Die Deutsche Bahn präsentiert sich in den Medien als offener Gesprächspartner, der mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ,am liebsten sofort' sprechen möchte. Das Problem ist aber, dass sie selbst nach vier harten Streiks immer noch lediglich nur darüber reden will, ,wie die GDL für andere Berufsgruppen verhandeln könnte'."

Die GDL fordert durch den Bahn-Streik inhaltliche Verhandlungen für ihre Mitglieder und das verweigere die Deutsche Bahn, heißt es bei der GDL weiter.

pak/dpa/AFP

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