Am Münchner Hauptbahnhof

Schwarzfahrer tickt aus: Beißattacke auf Kontrolleur

München - Gleich drei Fälle von Körperverletzung verzeichnete die Bundespolizei am Sonntag an Münchner Bahnhöfen. Zweimal richtete sich die Gewalt gegen DB-Sicherheitsmitarbeiter.

Gegen 0.15 Uhr hatte ein 23-Jähriger aus München ohne ersichtlichen Grund den Notschalter einer Rolltreppe zum Bahnsteig 7/8 des Pasinger Bahnhofs betätigt. Als er von einer DB-Sicherheitsstreife, die den Vorfall beobachtet hatte, angesprochen wurde, schlug er einem 34-jährigen DB-Mitarbeiter mit der Handkante gegen den Oberarm und flüchtete. Andere DB-Mitarbeiter konnten den Mann schließlich stellen und festhalten. Ihn erwartet nun eine Anzeige wegen Körperverletzung und Missbrauchs von Nothilfeeinrichtungen.

Gegen 5 Uhr versuchte ein 35-jähriger Italiener, einem DB-Sicherheitsmitarbeiter in die Hand zu beißen. Der Fahrgast war in der S4, aus Grafing kommend, im Hauptbahnhof München kontrolliert worden. Er hatte keinen Fahrschein und folgte der Aufforderung nicht, seine Füße von den Sitzen zu nehmen. Deshalb sollte er von der Fahrt ausgeschlossen werden. Gegen den Wohnsitzlosen ermittelt die Bundespolizei nun wegen versuchter Körperverletzung und Leistungserschleichung.

Gegen 22 Uhr lief ein 52-Jähriger laut schreiend im Zwischengeschoss des Hauptbahnhofs München herum. Als ein 26- jähriger Münchner den Mann beruhigen wollte und ihn dazu an der Schulter anfasste, rammte der 52-Jährige ihm den Ellenbogen ins Gesicht, so dass es zu einer Platzwunde an der Lippe kam. Auch beim Eintreffen der Bundespolizei verhielt sich der 52-Jährige renitent und aggressiv. Bei ihm wurde ein Wert von 0,3 Promille Atemalkohol gemessen. Den in München wohnenden Mann erwartet nun ein Strafverfahren wegen Körperverletzung.

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