20-Jähriger braucht eine Knochenmarktransplantation

Baki ringt um sein Leben - Bitte helfen Sie!

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Mutter Sadje und Bruder Xim geben Baki Hajzeri Kraft.

München - Baki Hajzeri leidet an der seltenen Krankheit. Nur eine teure Knochenmarktransplantation kann ihm helfen zu überleben. Der junge Mann aus dem Kosovo bittet Ihre Unterstützung, lieber Leser!

Schwach liegt Baki Hajzeri in seinem Bett. Er ist blass. Im rechten Arm steckt eine Infusionsnadel, ein Schlauch führt zu seinem Bauch. Wer ihn besuchen möchte, muss einen Schutzanzug tragen. „Wenn er keine Therapie bekommt, stirbt er!“, sagt Prof. Dr. Hiddemann vom Klinikum Großhadern. Jede Infektion könnte für den 20-Jährigen den Tod bedeuten. Der Grund: Er leidet an der seltenen Krankheit namens Aplastische Anämie.

In seinem Heimatland Kosovo wäre er wohl jetzt schon tot. Den Ärzten dort ist es nicht möglich, diese Krankheit zu behandeln. Selbst die Ursache ist nicht klar. Bei Aplastischer Anämie stellt der Körper keine Blutzellen mehr her. Die Folge: ein Verfall des Immunsystems mit dramatischen Konsequenzen. Der Körper ist Krankheiten ausgeliefert, ist anfällig für Infektionen. Letzte Woche musste Baki wegen einer Infektion sogar ins künstliche Koma versetzt werden! Zum Glück konnten ihn die Ärzte noch einmal retten.

Seine einzige Möglichkeit zu überleben, ist eine Knochenmarktransplantation. Das Problem: „Eine Transplantation von Knochenmark ist viel schwieriger als die eines Organes. Es muss dabei sowohl das Blutbild als auch das Immunsystem übereinstimmen“, so der Professor. Ein Fehler wäre fatal. „Bei einer falschen Organtransplantation stößt der Körper das Organ ab. Bei einer Knochenmarktransplantation das Immunsystem den Körper!“, warnt der Leiter der Med. Klinik III in Großhadern. Es wäre das Todesurteil.

Baki träumt davon, in einer Bank zu arbeiten. Zuhause im Kosovo hatte er auch schon ein Studium angefangen. Er führte ein glückliches Leben. Doch plötzlich verschlechterte sich sein Zustand. „Er hat nichts mehr gegessen, war müde und seine Augen sind gelb geworden“, erzählt sein Bruder Xim, der extra aus dem Kosovo zu ihm gereist ist. Zusammen mit der Mutter Sadije wohnt er bei ihrem Onkel in Rosenheim. Der Onkel hat seine Frau zusammen mit den Kindern in den Zwangsurlaub geschickt, damit er seine Verwandten aufnehmen kann. Im Kosovo hatte die Familie ein Stahlunternehmen. Sie mussten es für die Therapie verkaufen. Der Grund: Baki ist nicht versichert, da dies im Kosovo nicht möglich ist. Seine bisherige Behandlung ist zwar auch durch den Verkauf bezahlt, die Transplantation ist aber extrem teuer. 300.000 Euro kostet diese, weil der potenzielle Spender sich wegen den hohen Risiken unzähligen Tests unterziehen muss. Geld, dass die Familie nicht hat.

Emin Behramaj (Mitte) sammelte über 5000 Euro für die Therapiekosten von Baki. Es fehlen aber noch knapp 150.000 Euro.

Aus Verzweiflung berichten sie auf Facebook über das Schicksal von Baki. Auf dieses Gesuch wird Emin Behramaj aufmerksam. Zusammen mit seiner Frau Fatime beschließt er, dem Jungen sofort zu helfen. „Meine Frau hat geweint, als sie von seinem Schicksal gehört hat“, sagt er. Für die beiden steht sofort fest: Wir müssen was tun! „Jeden kann so ein Schicksalsschlag treffen!“, sagt Emin. Er sammelt in der Innenstadt 5000 Euro und richtet ein Spendenkonto ein. Bislang ist knapp die Hälfte der 300.000 Euro zusammen gekommen. Erst, wenn die Summe erreicht ist, kann Baki Knochenmark transplantiert werden und damit die Hoffnung auf ein normales Leben. Beim Abschied lächelt Baki. Er wird die Hoffnung darauf nicht aufgeben.

F. Fussek

Spendenkonto: Baki Hajzeri, Deutsche Bank, IBAN: DE23 700 700 240 220 4444 04; BIC: DEUTDEDBMUC

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