Haupttäter (42) vor Gericht

Bande knackte Wand zu diesem Juwelier

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Der überfallene Juwelier.

München - In der Maximilianstraße traute sich Sasa R. (42) mit seiner Bande nicht ran – zu riskant. In einer Nebenstraße aber setzte der Kroate die Einbruchsserie fort, die sie in Norddeutschland begonnen hatten.

In der Maximilianstraße traute sich Sasa R. (42) nicht ran – zu riskant. In einer Nebenstraße aber setzte der Kroate zusammen mit vier Komplizen eine Einbruchsserie fort, die die Bande in Norddeutschland begonnen hatte. Dort waren die Gauner zweimal in Modegeschäfte eingestiegen und hatten hochwertige Kleidung im Wert von 54.000 Euro in Kühlungsborn und weitere rund 160.000 Euro in einem Schweriner Modehaus geklaut.

Mit grimmigem Blick erschien Sasa R. (42) vor Gericht.

Im April 2010 schlugen sie dann in der Münchner Innenstadt zu: Am Kosttor stiegen sie nachts zunächst in ein Hundefachgeschäft ein, indem sie das Fenster des Ladens aufhebelten – allein dadurch entstanden 10.000 Euro Schaden. Drinnen angekommen, setzten sie ihren Bohrhammer ein, um die Betonwand zum Nachbarladen aufzuhämmern. In dem Juweliergeschäft, auf das sie es eigentlich abgesehen hatten, nahmen sie edlen Schmuck im Wert von 30.000 Euro aus der Auslage mit und knackten den Tresor. In Montenegro wurde der Haupttäter schließlich festgenommen und inhaftiert.

Wegen Bandendiebstahls musste sich Sasa R., der früher als Koch arbeitete, gestern vor dem Landgericht München I verantworten. Zu den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft sagte er zunächst nichts. Das wird er voraussichtlich aber demnächst noch tun: Denn die Richter stellten ihm nach Absprache eine Haftstrafe zwischen drei Jahren und zehn Monaten bis zu vier Jahren und drei Monaten in Aussicht.

Andreas Thieme

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