Bankautomatenmanipulierer gefasst

Automaten-Manipulation misslingt gründlich

München - Mit einer Blende hat ein Rumäne in einer Bankfiliale in der Baaderstraße versucht, einen Bankautomaten zu manipulieren und dadurch Geld von Unbekannten zu erbeuten. Der Trick ging aber in die Hose. 

Ein 30-jähriger Rumäne hat einen Plan ausgeheckt, um mit einem einfachen Trick an Geld von Unbekannten zu kommen. Doch so wirklich funktioniert hat das Vorhaben des Mannes nicht. Am Sonntag wurde kurz vor 20 Uhr in einer Bankfiliale in der Baaderstraße ein Manipulationsalarm ausgelöst. Zunächst konnten die eintreffenden Beamten am Geldautomaten keine Veränderungen feststellen. Während die Beamten noch am mutmaßlichen Tatort waren, alarmierte ein Sicherheitsmitarbeiter der Bankzentrale in Frankfurt telefonisch die Münchner Polizei und meldete, dass eine männliche Person an einem Geldautomaten eine Blende anbrachte und daraufhin den Vorraum wieder verließ. Der Täter hatte wohl nicht damit gerechnet, dass seine Basteleien aufgezeichnet werden. 

Eine Kundin, die nach dem Täter die Bank verlassen hatte und am Geldautomaten Geld abheben wollte, bekam kein Geld ausbezahlt. Deshalb wurde Alarm ausgelöst. Als die Kundin die Bank wieder verließ, kam der Täter zurück und nahm die Blende ab. Seine Hoffnung, das aufgestaute Geld hinter der Blende zu finden, erfüllte sich allerdings nicht, da dieses vom Automaten eingezogen worden war. Wegen der guten Personenbeschreibung durch den Sicherheitsmitarbeiter nahm die Polizei den Täter sogar noch in Tatortnähe fest.

Da der Rumäne keinen festen Wohnsitz in Deutschland hat, wurde er der Haftanstalt im Polizeipräsidium München überstellt und dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ dann Haftbefehl. Bei seiner Durchsuchung konnten die Blende mit doppelseitigem Klebeband und eine Schere aufgefunden werden. Ermittlungen ergaben, dass der Rumäne für eine weitere Manipulation am Sonntag in einer Bank am Goetheplatz als Täter in Frage kommt. Wie die Polizei berichtet, liegen mehrere Aufzeichnungen vor. Ob der Beschuldigte für weitere Manipulationen als Täter in Frage kommt, bedarf weiterer Ermittlungen der Kriminalpolizei.

mm

Rubriklistenbild: © dpa

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